Elternhaus-Effekt

Der Elternhaus-Effekt bezeichnet in der Psychologie, der Bildungsforschung und der Soziologie den signifikanten Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft eines Kindes und seinem späteren Bildungs- und Lebenserfolg. Er beschreibt das Phänomen, dass Merkmale der Herkunftsfamilie – wie das Einkommen der Eltern, deren Bildungsabschluss sowie das kulturelle und soziale Kapital – die kognitive Entwicklung, die schulischen Leistungen … Weiterlesen

pruning

Das pruning bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie eine Phase in der frühkindlichen Entwicklung, in der nach der Phase des spreading oder blooming, in der eine massive Überproduktion synaptischer Verbindungen stattfand, wieder ein Abbau synaptischer Verbindungen beginnt, der etwa bis zum neunten Lebensjahr anhält und damit das Ende der sensiblen Phase für das Wahrnehmungslernen markiert (vgl. Johnson, … Weiterlesen

Binnendifferenzierung

Unter der Binnendifferenzierung versteht man in der Pädagogischen Psychologie und Didaktik die Gesamtheit aller unterrichtsorganisatorischen und methodischen Maßnahmen, die darauf abzielen, der individuellen Heterogenität einer Lerngruppe innerhalb eines gemeinsamen Unterrichtskontextes gerecht zu werden. Im Gegensatz zur äußeren Differenzierung wie der Aufteilung in Schulformen bleibt der Klassenverband bei der Binnendifferenzierung bestehen, während die Lernangebote hinsichtlich Komplexität, … Weiterlesen

Unsicherheit

In der Psychologie wird Unsicherheit als ein subjektiver Zustand definiert, der durch einen Mangel an Wissen, Vorhersehbarkeit oder Eindeutigkeit in Bezug auf zukünftige Ereignisse oder gegenwärtige Situationen gekennzeichnet ist. Es handelt sich dabei um eine fundamentale menschliche Erfahrung, die sowohl kognitive als auch emotionale, handlungsbezogene und existenzielle Dimensionen umfasst. Kognitiv bedeutet Unsicherheit das Akzeptieren von … Weiterlesen

Militärpsychologie

Die Militärpsychologie stellt ein spezialisiertes Teilgebiet der angewandten Psychologie dar, das sich mit der Erforschung, Analyse und Beeinflussung menschlichen Erlebens und Verhaltens im spezifischen Kontext von Streitkräften befasst. Sie ist eine multidisziplinäre Wissenschaft, die Brücken zur Sozial-, Organisations-, klinischen und pädagogischen Psychologie schlägt, um die Effektivität militärischer Verbände zu steigern und gleichzeitig die psychische Gesundheit … Weiterlesen

Fear of People’s Opinion – FOPO

Der Begriff FOPO, ein Akronym für die englische Bezeichnung „Fear of People’s Opinion“ – Angst vor der Meinung anderer -, beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem Individuen eine übermäßige, oft lähmende Sorge hinsichtlich der Bewertung ihrer Person durch ihr soziales oder berufliches Umfeld entwickeln. In der psychologischen Einordnung steht FOPO der sozialen Angststörung nahe, beschreibt … Weiterlesen

Lettering

Der Begriff Lettering, also die Kunst des Buchstabenzeichnens, wird in der Psychologie an der Schnittstelle von Kognitionspsychologie, Kunsttherapie und Werbepsychologie verortet und beschreibt die bewusste visuelle Gestaltung und psychologische Wirkung von Schriftzeichen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schreiben, bei dem die Informationsvermittlung im Vordergrund steht, wird beim Lettering der Buchstabe als grafisches Objekt behandelt, was spezifische … Weiterlesen