Gedächtniseffekt

Unter dem Begriff Gedächtniseffekt – oft synonym oder spezifisch im Kontext der Gedächtniskonsolidierung als Wachruhe-Effekt bzw. Post-Encoding Wakeful Rest Effect beschrieben – versteht man in der Psychologie und den Kognitionswissenschaften die messbare Veränderung der menschlichen Behaltensleistung in Abhängigkeit von den physikalischen, zeitlichen oder kognitiven Bedingungen vor, während oder direkt nach dem Erwerb neuer Informationen. Ein … Weiterlesen

Nice-Guy-Syndrom

Das Nice-Guy-Syndrom bezeichnet in der angewandten Psychologie und Männerberatung ein Verhaltensmuster, bei dem überwiegend männliche Personen versuchen, durch extreme Verhaltensanpassung, Konfliktvermeidung und Hilfsbereitschaft Zuneigung, gesellschaftliche Anerkennung oder romantische Beziehungen zu erlangen. Obwohl der Begriff ursprünglich in der Populärpsychologie – insbesondere durch das Werk von Robert A. Glover (2003) – geprägt wurde, findet er heute zunehmend … Weiterlesen

Psychologische Obsoleszenz

Unter psychologischer Obsoleszenz versteht man in der Psychologie und Konsumforschung das Phänomen, dass voll funktionsfähige Konsumgüter vorzeitig ausgetauscht oder entsorgt werden, weil Verbraucher sie subjektiv als veraltet, unmodern oder unattraktiv empfinden. Im Gegensatz zur technischen Obsoleszenz, bei der Geräte durch Verschleiß oder geplante Sollbruchstellen physisch versagen, bleibt das Produkt bei der psychologischen Variante technisch einwandfrei. … Weiterlesen

Essenzialisierung

Der Begriff Essenzialisierung – im wissenschaftlichen Kontext oft eng mit dem psychologischen Essenzialismus verknüpft – bezeichnet in der Psychologie jenen kognitiven Prozess, bei dem komplexen Phänomenen, Personen oder sozialen Gruppen ein unveränderlicher, naturgegebener und tief im Inneren liegender Kern – die sogenannte „Essenz“ – zugeschrieben wird. Anstatt menschliches Verhalten oder soziale Kategorien als dynamisch, wandelbar … Weiterlesen

Familekt

Unter dem Begriff Familekt versteht man in der Sprachwissenschaft, insbesondere in der Soziolinguistik, eine eigenständige, oft inoffizielle Sprachvarietät, die sich innerhalb einer Familie durch das intensive Zusammenleben und die ständige Interaktion ihrer Mitglieder herausbildet. Der Ausdruck setzt sich aus den Wörtern „Familie“ und „Dialekt“ zusammen und beschreibt eine Art privaten Soziolekt oder eine familiäre „Geheimsprache“. … Weiterlesen

DRAMMA-Modell

Das DRAMMA-Modell ist ein wissenschaftlich fundiertes Konzept aus der Arbeits-, Organisations- und positiven Psychologie, das erklärt, warum manche Menschen trotz freier Zeit erschöpft bleiben und welche psychologischen Mechanismen für eine tatsächliche Erholung und Regeneration unverzichtbar sind. Entwickelt wurde das Modell im Jahr 2014 von David Newman, Louis Tay und Ed Diener im Rahmen ihrer Forschung … Weiterlesen

STAR-Modell

In der differenziellen Psychologie und der Persönlichkeitsforschung hat sich das Verständnis der Introversion in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt, weg von einem simplen, eindimensionalen Kontinuum hin zu einem hochgradig ausdifferenzierten Konstrukt. Während frühe Modelle Introversion pauschal als Gegenteil von Extraversion begriffen, belegen moderne Forschungen, dass introvertiertes Erleben und Verhalten äußerst heterogen ist. Bereits in den … Weiterlesen