Bumerangfrage

Unter einer Bumerangfrage – auch Boomerasking, Rückfrage-Technik, Rückspiegel-Technik oder Spiegelungsfrage – versteht man in der angewandten Psychologie, der Gesprächsführung sowie der Psychotherapie eine gezielte Interventionstechnik, bei der eine von einer Person gestellte Frage oder ein geäußerter Einwand vom Gesprächsführenden im Kern aufgenommen und postwendend als Gegenfrage an die fragende Person zurückgespielt wird. Anstatt direkt eine … Weiterlesen

Dry Begging

Dry Begging – trockenes Betteln – bezeichnet in der Beziehungspsychologie und Kommunikationsforschung ein dysfunktionales Verhaltensmuster, bei dem eigene Bedürfnisse, Wünsche oder Unterstützungsersuchen nicht explizit und direkt geäußert, sondern über verdeckte, oft passiv-aggressive Anspielungen, Beschwerden oder das gezielte Auslösen von Schuld- und Mitleidsgefühlen vermittelt werden. Der Begriff beschreibt dabei eine in der psychologischen Beratung und Paartherapie … Weiterlesen

Tinnitus aurium

Der Begriff Tinnitus aurium (das Klingeln der Ohren“) oder kurz Tinnitus bezeichnet ein Symptom, bei dem die oder der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine äußere, für andere Personen wahrnehmbare Quelle besitzen. Diesen subjektiven Tinnitus kann nur der Betroffene allein hören, wofür oft eine Funktionsstörung im Innenohr verantwortlich ist, sodass diese Geräusche vom Gehirn des Betroffenen … Weiterlesen

Brain Fry

Der Begriff „Brain Fry“ – gebratenes Gehirn oder geistige Frittierung – bezeichnet in der Angewandten Psychologie, der Kognitionswissenschaft und der Arbeitspsychologie einen akuten Zustand kognitiver Überlastung und geistiger Erschöpfung. Im Gegensatz zu komplexen, chronischen Krankheitsbildern wie dem Burnout-Syndrom, das sich über Monate oder Jahre hinweg durch emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und verringerte Leistungsfähigkeit entwickelt, beschreibt „Brain … Weiterlesen

Urge Surfing

Urge Surfing – sinngemäß „Auf der Welle des Drangs reiten“ oder „Drang-Surfen“ – bezeichnet ein achtsamkeitsbasiertes Verfahren aus der psychotherapeutischen Praxis, das darauf abzielt, akute Verlangen- und Impulszustände wie Craving, Suchtdruck oder emotionale Handlungsdränge wertfrei wahrzunehmen und auszuhalten, ohne ihnen durch automatisches Reaktionsverhalten nachzugeben. Das Konzept geht im Ursprung auf den kanadisch-amerikanischen Psychologen G. Alan … Weiterlesen

Thatcher-Effekt

Der Thatcher-Effekt – auch Thatcher-Illusion – ist ein grundlegendes Phänomen der Wahrnehmungspsychologie und Kognitionsforschung, das demonstriert, wie das menschliche Gehirn Gesichter verarbeitet. Der Effekt beschreibt die Beobachtung, dass lokale Veränderungen in einem Gesicht – wie das Drehen von Augen und Mund auf den Kopf – kaum auffallen, solange das gesamte Gesicht kopfüber präsentiert wird. Erst … Weiterlesen

Orientierungsinvarianz

Orientierungsinvarianz – orientation invariance, auch Ansichts- oder Blickwinkelinvarianz – bezeichnet in der allgemeinen Wahrnehmungspsychologie und der kognitiven Neurowissenschaft die Fähigkeit des visuellen Systems, ein bekanntes Objekt unabhängig von seiner räumlichen Ausrichtung, Drehung oder Blickwinkelperspektive verlässlich zu identifizieren. Das visuelle Eingabesignal auf der Netzhaut ändert sich drastisch, wenn ein Gegenstand im Raum gekippt, gedreht oder auf … Weiterlesen