Lettering

Der Begriff Lettering, also die Kunst des Buchstabenzeichnens, wird in der Psychologie an der Schnittstelle von Kognitionspsychologie, Kunsttherapie und Werbepsychologie verortet und beschreibt die bewusste visuelle Gestaltung und psychologische Wirkung von Schriftzeichen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schreiben, bei dem die Informationsvermittlung im Vordergrund steht, wird beim Lettering der Buchstabe als grafisches Objekt behandelt, was spezifische … Weiterlesen

Motivated Reasoning

Unter Motivated Reasoning – motiviertes Schlussfolgern -versteht man in der Psychologie ein kognitives Phänomen, bei dem die Informationsverarbeitung durch bereits bestehende Wünsche, Ängste oder Identitätsmerkmale unbewusst gesteuert wird, um zu einem vorab bevorzugten Ergebnis zu gelangen. Anstatt Informationen wie ein objektiver Wissenschaftler zu bewerten, agiert das menschliche Gehirn dabei eher wie ein Anwalt, der Beweise … Weiterlesen

KI-Sykophantie

Unter der Bezeichnung KI-Sykophantie (abgeleitet vom griechischen sykophántes, was historisch einen „Denunzianten“ oder „Schmeichler“ beschreibt; siehe unten) versteht man in der Psychologie und der Informatik die Tendenz großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), die Ansichten, Präferenzen oder sogar moralisch fragwürdigen Standpunkte ihrer Nutzerinnen und Nutzer unterwürfig zu bestätigen, anstatt eine objektive oder korrigierende Perspektive einzunehmen. … Weiterlesen

Post-Game-Depression – PGD

Unter der Post-Game-Depression – auch Post-Video-Game-Depression – versteht man in der angewandten Medienpsychologie ein vorübergehendes emotionales Tief, das nach dem Abschluss eines besonders immersiven oder narrativ dichten Videospiels eintritt. Obwohl es sich hierbei nicht um eine klinische Depression im Sinne des DSM-5 handelt, beschreibt der Begriff ein ernstzunehmendes Phänomen der affektiven Reaktion auf das Ende … Weiterlesen

Reaktivität

In der Psychologie beschreibt der Begriff Reaktivität im Wesentlichen, wie Lebewesen auf äußere Reize oder Situationen reagieren. Reaktivität wird je nach Fachbereich unterschiedlich nuanciert, wobei die in der Forschungsmethodik die Veränderung des Verhaltens von Probanden bezeichnet, allein weil sie wissen, dass sie beobachtet oder untersucht werden. Dadurch entstehen Verfälschungen (Artefakte), da sich die Testpersonen nicht … Weiterlesen

Gerücht

Unter einem Gerücht versteht die Psychologie eine Nachricht oder Information, deren Wahrheitsgehalt zum Zeitpunkt der Verbreitung nicht offiziell verifiziert ist, die jedoch innerhalb einer sozialen Gruppe als bedeutsam wahrgenommen und aktiv weitergegeben wird. Es gilt als eine der ältesten Formen der menschlichen Kommunikation und fungiert primär als kollektiver Prozess zur Sinnstiftung in Situationen, die durch … Weiterlesen

Rumpelstilzchen-Effekt

Der Rumpelstilzchen-Effekt bezeichnet in der Psychologie und Psychotherapie das Phänomen, dass das bloße Benennen eines vagen Gefühls, einer diffusen Angst oder eines komplexen Symptoms zu einer unmittelbaren Entlastung und einem Zuwachs an Selbstwirksamkeit führt. Der Begriff leitet sich aus dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm ab, in dem das bedrohliche Männchen seine Macht über die … Weiterlesen