Schattenkind

Der Begriff Schattenkind stammt aus der populärwissenschaftlichen Psychologie und der Psychotherapie und bezeichnet die Gesamtheit negativer, verdrängter oder verletzter Anteile unserer Persönlichkeit, die durch Prägungen in der Kindheit entstanden sind. Popularisiert wurde die Bezeichnung vor allem durch die Psychologin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl im Rahmen ihres Modells des „Inneren Kindes“. Das Schattenkind fasst jene Erfahrungen, … Weiterlesen

Fresh Start Effect

Unter dem Fresh Start Effect – Neuanfang-Effekt – versteht man in der Psychologie und Verhaltensökonomie das Phänomen, dass Menschen an bestimmten zeitlichen Orientierungspunkten (Temporal Landmarks) eine erhöhte Motivation verspüren, ein Ziel anzugehen oder das eigene Verhalten positiv zu verändern. Solche Wendepunkte trennen die Vergangenheit mental von der Gegenwart und erzeugen das Gefühl eines unbeschriebenen Blattes. … Weiterlesen

Sekundäres Trauma

Unter dem sekundären Trauma – auch Sekundäre Traumatisierung, Sekundärer Traumatischer Stress (STS) oder Stellvertretende Traumatisierung  – versteht man die indirekte psychische Belastungsreaktion, die durch den intensiven, wiederholten Kontakt mit den traumatischen Erlebnissen anderer Personen entsteht. Im Gegensatz zur primären Traumatisierung, bei der eine Person ein potenziell lebensbedrohliches oder erschütterndes Ereignis selbst erlebt oder direkt bezeugt, … Weiterlesen

Staunen

Staunen (engl. awe) bezeichnet in der modernen Emotionspsychologie ein vielschichtiges, meist als positiv erlebtes Gefühl der Ergriffenheit und Ehrfurcht, das auftritt, wenn Menschen mit Reizen konfrontiert werden, die ihre bisherigen Vorstellungen übersteigen und den eigenen Horizont weiten. Theoretische Grundlagen und Kognition Als Pionierarbeit der empirischen Erforschung gilt das Framework von Dacher Keltner und Jonathan Haidt. … Weiterlesen

Wakeful Rest

Wakeful Rest – Wachruhe – beschreibt in der Kognitionspsychologie und den Neurowissenschaften einen Zustand wacher, reizarmer Entspannung ohne zielgerichtete geistige Aktivität. Im Gegensatz zum Schlaf bleibt die Person bei Bewusstsein. Anders als bei der Meditation oder beim bewussten Nachdenken wird dabei keine spezielle Technik angewendet oder ein bestimmtes Thema reflektiert. Die Person sitzt oder liegt … Weiterlesen

Biologismus

Biologismus, auch biologischer Reduktionismus oder Biologisierung, bezeichnet in der Psychologie und ihren Nachbardisziplinen eine wissenschaftstheoretische Fehlhaltung sowie eine kognitive Verzerrung. Dabei werden komplexes menschliches Erleben, Verhalten, soziale Gefüge und psychische Phänomene ausschließlich oder überwiegend auf biologische Ursachen – wie Genetik, Neurobiologie, Hormonhaushalte oder evolutionsbiologische Anpassungen – zurückgeführt und damit unzulässig verkürzt. Der Begriff grenzt sich … Weiterlesen

Anomalieerkennung

In der Psychologie sowie in den angrenzenden Daten- und Kognitionswissenschaften beschreibt die Deep Anomaly Detection – im Deutschen als tiefe Anomalieerkennung bezeichnet – den Einsatz mehrschichtiger künstlicher neuronaler Netze, um auffällige Abweichungen in Datenreihen, Verhaltensmustern oder physiologischen Signalen automatisiert zu identifizieren. Ausgangspunkt dieser Methodik ist die Erkenntnis, dass komplexe kognitive, emotionale und neuronale Prozesse oft … Weiterlesen