Pragmatistische Lerntheorie

Die pragmatistische Lerntheorie ist eine psychologisch-pädagogische Strömung, die ihre Wurzeln im US-amerikanischen Pragmatismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat, maßgeblich geprägt durch Denker wie John Dewey, William James und Charles Sanders Peirce. Im Kern postuliert diese Theorie, dass Lernen kein passiver Prozess der Informationsaufnahme ist, sondern eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt, bei … Weiterlesen

Relationale Lerntheorie

Die relationale Lerntheorie – Relational Frame Theory (RFT) stellt eine moderne, behavioristische Erweiterung des klassischen Lernverständnisses dar und bildet das theoretische Fundament der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Im Kern postuliert die elationale Lerntheorie, dass das menschliche Denken und die Sprache auf der gelernten Fähigkeit basieren, Reize willkürlich miteinander in Beziehung zu setzen, anstatt lediglich auf … Weiterlesen

Namensgedächtnis

Unter Namensgedächtnis versteht man in der Psychologie die Fähigkeit, Eigennamen – insbesondere Personen­namen – zu enkodieren, zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen. Es handelt sich dabei um einen spezifischen Teilbereich des deklarativen Gedächtnisses, der in Forschung und Alltagswahrnehmung eine besondere Stellung einnimmt, weil Namen im Vergleich zu anderen Informationen auffallend häufig vergessen werden. Dieses … Weiterlesen

Lehr‑Lern‑Kurzschluss

Der Begriff „Lehr‑Lern‑Kurzschluss“ stammt aus der Kritischen Psychologie, insbesondere aus den Arbeiten von Klaus Holzkamp, und bezeichnet die Vorstellung, Lehren führe gewissermaßen automatisch zum Lernen der Adressatinnen und Adressaten, sofern nur keine Störungen dazwischenkommen. Gemeint ist eine Denk‑ und Praxisform, in der das Lernen der Lernenden mit dem Handeln der Lehrenden gleichgesetzt wird, sodass die … Weiterlesen

Geduld

Geduld ist ein Baum mit bitteren Wurzeln, aber sehr süßen Früchten. Sprichwort der Bantu In der Psychologie wird Geduld nicht als passives Abwarten, sondern als eine aktive, kognitive und emotionale Regulationsleistung definiert. Geduld Geduld beschreibt die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben (Belohnungsaufschub), Frustrationen oder widrige Umstände ohne übermäßige Reizbarkeit zu ertragen und beharrlich auf langfristige Ziele hinzuarbeiten. … Weiterlesen

Idiolektik

Die Idiolektik (vom griechischen idios für „eigen“ und legein für „sprechen“) bezeichnet ein ressourcenorientiertes und phänomenologisches Verfahren der Gesprächsführung, das die individuelle „Eigensprache“ (den Idiolekt) eines Menschen ins Zentrum rückt. Begründet wurde die Methode in den 1970er Jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. A. David Jonas, der eine Form der Kommunikation anstrebte, welche die innere … Weiterlesen

Box-Breathing – Atmung im Quadrat

Box-Breathing – auch Quadratatmung oder Vier-Phasen-Atmung – ist eine strukturierte Atemtechnik, die durch gleich lange Phasen von Einatmen, Atemanhalten, Ausatmen und erneutes Atemanhalten gekennzeichnet ist. Ziel ist die bewusste Regulation des autonomen Nervensystems, insbesondere die Reduktion von Stressreaktionen und die Förderung von Ruhe, Fokus und emotionaler Selbstkontrolle. Die Methode ist leicht erlernbar, benötigt keine Hilfsmittel … Weiterlesen