Foto-Gedächtnis-Effekt

Der Foto-Gedächtnis-Effekt – Photo-Taking Impairment Effect – beschreibt ein kognitionswissenschaftliches Phänomen, bei dem das visuelle Festhalten von Objekten, Szenen oder Texten mittels digitaler Kameras oder Screenshot-Funktionen zu einer nachweisbaren Reduktion der anschließenden neuronalen Gedächtnisleistung führt. Entgegen dem alltagspsychologischen Glauben, dass ein Aufnahmegerät als objektive Gedächtnisstütze die spätere Erinnerung an das Erlebte schärft, führt der methodische … Weiterlesen

Bildungsressourcen

Unter Bildungsressourcen versteht man in der pädagogischen Psychologie sowie in der Bildungspsychologie sämtliche materiellen, digitalen, personellen, strukturellen und individuellen Mittel, Instrumente und Rahmenbedingungen, die zur Anregung, Unterstützung, Gestaltung und Optimierung von Lehr- und Lernprozessen eingesetzt werden. Aus psychologischer Perspektive werden Bildungsressourcen nicht bloß als passive Hilfsmittel verstanden, sondern als dynamische Lernangebote im Sinne von Angebots-Nutzungs-Modellen. … Weiterlesen

Bloom’sche Taxonomie

Die Bloom’sche Taxonomie beschreibt ein Klassifikationssystem für kognitive Fähigkeiten und Lernziele. Sie wurde 1956 von einer Arbeitsgruppe um den US-amerikanischen Pädagogischen Psychologen Benjamin Bloom veröffentlicht (Taxonomy of Educational Objectives: The Classification of Educational Goals). In der Lern- und Kognitionspsychologie dient das Modell als Bezugsrahmen, um geistige Prozesse nach ihrer Komplexität zu ordnen, Leistungsmessungen zu operationalisieren … Weiterlesen

Kernfamilie

Unter der Kernfamilie – Nuklearfamilie, nuclear family – versteht man in der Psychologie sowie den Sozialwissenschaften die kleinste, eigenständige soziale Einheit der verwandtschaftlichen Organisation. Sie besteht in ihrer klassischen Definition aus zwei Erwachsenen einer Eltern- und mindestens einem Kind der nachfolgenden Generation, die in einem gemeinsamen Haushalt zusammenleben. Das Konstrukt der Kernfamilie unterscheidet sich grundlegend … Weiterlesen

Parasoziale Beziehung

Unter einer parasozialen Beziehung (PSB) versteht man in der Medienpsychologie und Soziologie eine einseitige, gefühlte Bindung, die Mediennutzende zu einer Person des öffentlichen Lebens, einer fiktiven Figur oder einer virtuellen Gestalt aufbauen. Ursprünglich 1956 von den US-amerikanischen Forschern Donald Horton und R. Richard Wohl geprägt, beschreibt das Konzept die Illusion einer Alltagspartnerschaft oder Freundschaft, die … Weiterlesen

Paperclipping

Paperclipping bezeichnet ein interpersonelles Verhaltensmuster im Kontext moderner Kontaktdynamiken, bei dem eine Person nach einer Phase des Kontaktabbruchs oder längerer Funkstille unaufgefordert, unregelmäßig und ohne Absicht zur Vertiefung einer Bindung wieder Verbindung zu einer ehemaligen oder potenziellen Partnerperson aufnimmt. Das Phänomen ordnet sich in die Kategorie der unverbindlichen Kontaktsicherungen ein und dient primär der eigenen … Weiterlesen

Schulbereitschaft

Unter dem Begriff Schulbereitschaft, der oft synonym oder in enger Verflechtung mit Schulfähigkeit oder Schulreife verwendet wird, versteht man in der Entwicklungs- und Pädagogischen Psychologie das dynamische Zusammenspiel aus körperlichen, kognitiven, sprachlichen, motorischen sowie sozial-emotionalen Handlungskompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen eines Kindes, die es ihm ermöglichen, den spezifischen Anforderungen des Schuleintritts und des Grundschulunterrichts erfolgreich und weitgehend … Weiterlesen