Kaufsucht

Im deutschen Sprachraum hat sich im Gegensatz zu Nordamerika, wo vom Kaufzwang (Compulsive Buying) gesprochen wird, der Begriff der Kaufsucht bzw. auch Kauf-Shopping-Störung durchgesetzt. Ein Zwang würde das Gefühl beschreiben von einer Instanz außerhalb der eigenen Person zu dieser Handlung gezwungen zu werden. Eine Hohenheimer Forschergruppe (Scherhorn, Reisch & Raab 1995) verweist darauf, dass die … Weiterlesen

Körperschemastörung

Die Körperschemastörung bezeichnet eine Leibgefühlsstörung, bei dem eine krankhaft verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers auftritt, oft im Zusammenhang mit Schizophrenien, Intoxikationen mit Halluzinogenen und Essstörungen. Körperschemastörungen sind bei Essstörungen wie Magersucht (Anorexia Nervosa) oder Ess-Brechsucht (Bulimia Nervosa) häufig zu finden. In der psychologischen Forschung geht es bei Essstörungen unter anderem um ein besseres Verständnis der … Weiterlesen

Illusion

Ist nicht alles Illusion und ist Illusion nicht alles? Marcellus Emants Illusionen bezeichnen den Zustand, dass etwas Reales oder wirklich Vorhandenes verkannt bzw. als etwas anderes wahrgenommen oder fehlgedeutet wird, z. B. Sträucher oder Verkehrsschilder werden im Dunkeln als Personen verkannt. Begünstigende Faktoren ist etwa Erwartungshaltung durch starke Affekte (z. B. Angst), Übermüdung, Fieber, Unschärfe … Weiterlesen

Katatonie

Die Katatonie bezeichnet ein psychomotorisches Syndrom mit Bewegungsstörungen und Erregungszuständen bei wachem Bewusstsein. Man findet sie in Form von Hypokinesen (Stupor: motorische Bewegungslosigkeit; Mutismus: Wortkargheit bis hin zum Nichtsprechen bei intakten Sprechorganen; Katalepsie: starres Verharren in einer einmal eingenommenen Körperhaltung, häufig mit Flexibilitas cerea (wächserner Widerstand bei passiver Bewegung); Negativismus: Ausführen von zum Verlangten oder … Weiterlesen

Parathymie

Parathymie bezeichnet einen inadäquaten Affekt, d.h., Erlebnisinhalt und Gefühlsausdruck stimmen nicht überein, etwa wenn jemand lachend vom Tod eines Menschen berichtet. Sie ist ein Charakteristikum der schizophrenen Störung.

Insuffizienzgefühl

Das Insuffizienzgefühl ist das Gefühl, nichts wert zu sein oder unfähig zu sein, etwas zu leisten, und tritt häufig bei depressiven Störungen und ängstlicher (vermeidender) Persönlichkeitsstörung auf. Insuffizienzgefühle werden häufig auch als Minderwertigkeitsgefühle bezeichnet und beschreiben die meist nur subjektiv erlebten Gefühle, im Vergleich zu anderen Menschen unzulänglich bzw. minderwertig zu sein. Minderwertigkeit ist ein … Weiterlesen

Dysphorie

Als Dysphorie wird eine Störung des emotionalen Erlebens bezeichnet, wobei es sich in der Regel um eine normale Alltagsverstimmung ohne Krankheitswert handelt. Betroffene erleben sich als unzufrieden, schlecht gelaunt, misslaunig oder missgestimmt, gereizt, mürrisch, verdrossen oder verärgert bzw. werden von anderen so wahrgenommen.  Dysphorie bezeichnet also eine bedrückte, traurige, meist auch mürrische und missmutige Grundstimmung, … Weiterlesen