Thatcher-Effekt

Der Thatcher-Effekt – auch Thatcher-Illusion – ist ein grundlegendes Phänomen der Wahrnehmungspsychologie und Kognitionsforschung, das demonstriert, wie das menschliche Gehirn Gesichter verarbeitet. Der Effekt beschreibt die Beobachtung, dass lokale Veränderungen in einem Gesicht – wie das Drehen von Augen und Mund auf den Kopf – kaum auffallen, solange das gesamte Gesicht kopfüber präsentiert wird. Erst … Weiterlesen

Orientierungsinvarianz

Orientierungsinvarianz – orientation invariance, auch Ansichts- oder Blickwinkelinvarianz – bezeichnet in der allgemeinen Wahrnehmungspsychologie und der kognitiven Neurowissenschaft die Fähigkeit des visuellen Systems, ein bekanntes Objekt unabhängig von seiner räumlichen Ausrichtung, Drehung oder Blickwinkelperspektive verlässlich zu identifizieren. Das visuelle Eingabesignal auf der Netzhaut ändert sich drastisch, wenn ein Gegenstand im Raum gekippt, gedreht oder auf … Weiterlesen

Mom Brain

Unter dem Begriff „Mom Brain“, auch Mommy Brain, Baby Brain oder Maternal Brain, versteht man ein populärwissenschaftliches sowie zunehmend neurowissenschaftlich erforschtes Phänomen, das kognitive Veränderungen, subjektive Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen bei Frauen während der Schwangerschaft und in den ersten Jahren nach der Geburt beschreibt. Obwohl der Begriff im alltäglichen Sprachgebrauch oft negativ besetzt ist und als … Weiterlesen

Silent Treatment

Das Silent Treatment – gezielte Kommunikationsverweigerung oder toxisches Schweigen – bezeichnet in der Psychologie ein Interaktionsmuster, bei dem eine Person die verbale und nonverbale Kommunikation gegenüber einer anderen Person ohne erklärenden Abschluss abrupt verweigert. In der Pädagogischen Psychologie wird dieses Phänomen vor allem im Rahmen von Entwicklungs-, Erziehungs- und Schulprozessen erforscht und als eine spezifische … Weiterlesen

Phantasie

Unter Phantasie – auch Fantasie, von altgriechisch phantasía für „Erscheinung“, „Vorstellung“ – versteht man in der Psychologie die menschliche Fähigkeit, innere Bilder, Handlungsabläufe oder mentale Repräsentationen zu erzeugen, die nicht unmittelbar auf einer gegenwärtigen Sinneswahrnehmung beruhen. Während die reine Vorstellungskraft oft das reproduktive Abrufen bereits erlebter Sinneseindrücke beschreibt, zeichnet sich die Phantasie durch ihren produktiven … Weiterlesen

Katastrophendenken

Katastrophendenken – auch Katastrophisieren oder catastrophizing – beschreibt in der klinischen Psychologie und der Kognitiven Verhaltenstherapie eine weit verbreitete kognitive Verzerrung, bei der Betroffene systematisch davon ausgehen, dass das schlimmstmögliche Szenario eintritt oder eine eingetretene Situation weitaus gravierendere Konsequenzen haben wird, als es objektiv und realistisch zu erwarten ist. Geprägt wurde der Begriff maßgeblich durch … Weiterlesen

Annahmefehler

Der Begriff Annahmefehler wird in der Psychologie sowie in den angrenzenden Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in zwei zentralen Kontexten verwendet: in der Kognitions- und Wirtschaftspsychologie (Entscheidungs- und Innovationsforschung) sowie in der psychologischen Methodenlehre und Statistik. In beiden Bereichen beschreibt er eine systematische Fehlentscheidung, bei der eine Option, Hypothese oder Idee akzeptiert wird, die sich bei objektiver … Weiterlesen