Akzeptanz- und Commitmenttherapie – ACT

Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (kurz ACT, durchgehend als ein Wort wie das Verb „handeln“ ausgesprochen) ist ein moderner, empirisch fundierter psychotherapeutischer Ansatz, der zur sogenannten „Dritten Welle“ der Kognitiven Verhaltenstherapie gezählt wird. Entwickelt wurde sie Ende der 1980er Jahre maßgeblich von Steven C. Hayes, Kirk D. Strosahl und Kelly G. Wilson. Im Gegensatz zur klassischen … Weiterlesen

Zynismus

Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt … Oscar Wilde In der psychologischen Fachliteratur wird Zynismus im Wesentlichen als eine tief verwurzelte, misstrauische und abwertende Grundhaltung gegenüber den Motiven, Werten und Handlungen anderer Menschen sowie gegenüber gesellschaftlichen Institutionen definiert. Im Gegensatz zum umgangssprachlichen Begriffsverständnis, das Zynismus … Weiterlesen

Fear of Becoming Obsolete – FOBO

Unter dem Akronym FOBO – im arbeits- und wirtschaftspsychologischen Kontext als „Fear of Becoming Obsolete“ definiert; übersetzt: „Angst, überflüssig zu werden“ – versteht man die psychologische und existenzielle Sorge von Beschäftigten, aufgrund technologischer Disruptionen, Automatisierung und insbesondere durch den rasanten Fortschritt Künstlicher Intelligenz (KI) ihre berufliche Relevanz, Qualifikation oder ihren Arbeitsplatz vollständig zu verlieren. Das … Weiterlesen

Hypothalamische Adipositas

Hypothalamische Adipositas – hypothalamic obesity -bezeichnet eine seltene, neurobiologisch bedingte Form der extremen Fettleibigkeit (Adipositas), die durch eine strukturelle oder funktionelle Schädigung des Hypothalamus verursacht wird. Im Gegensatz zur klassischen, multifaktoriellen oder primären Adipositas, bei der vor allem Lebensstilfaktoren, mangelnde Bewegung und eine Fehlernährung im Vordergrund stehen, liegt hier eine fundamentale organische Störung des zentralen … Weiterlesen

Lernnetzeffekt

Der Lernnetzeffekt – ölearning network effect oder network effect in learning –  bezeichnet in der pädagogischen Psychologie sowie der Kognitions- und Organisationspsychologie das Phänomen, dass der psychologische Nutzen, die Effizienz und die Tiefe eines Lernprozesses für das Individuum überproportional ansteigen, je mehr Akteure, Ressourcen oder Wissenseinheiten aktiv miteinander in einem Netzwerk verknüpft sind. Konkret beschreibt … Weiterlesen

Autonomieeffekt

Der Autonomieeffekt beschreibt in der Psychologie ein Phänomen der Verhaltenssteuerung, bei dem die Kooperationsbereitschaft und intrinsische Motivation eines Individuums dadurch gesteigert werden, dass es eine Handlung nicht als Folge von äußerem Zwang oder Gehorsam, sondern als Ausdruck der eigenen, freien Entscheidung und Kontrolle erlebt. Diese Dynamik der menschlichen Verhaltenssteuerung beruht maßgeblich auf diesem tief sitzenden … Weiterlesen

Kognitiver Effizienz-Effekt

Der Begriff kognitiver Effizienz-Effekt – auch adaptive Amnesie oder zielgerichtetes Vergessen – beschreibt in der Psychologie und den Neurowissenschaften die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, irrelevante, veraltete oder nebensächliche Informationen aktiv zu dekonstruieren und zu filtern, um die Effektivität übergeordneter Denk-, Verarbeitungs- und Entscheidungsprozesse zu maximieren. Entgegen der klassischen Annahme, dass Vergessen primär ein Systemfehler, ein … Weiterlesen