Gruppendynamik

Unter Gruppendynamik versteht man die Lehre von den Kräften, die in Gruppen entstehen und von Gruppen auf deren Mitglieder ausgeübt werden. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begann Kurt Lewin die Lokomotionen (Bewegungskräfte) innerhalb von Gruppen zu studieren, und fand, dass Menschen einer Gruppe durch Kommunikation bzw. durch Angleichung von Haltungen und Meinungen einem … Weiterlesen

Gestaltpsychologie

Die Gestalt- und Ganzheitspsychologie kann als das bedeutendste Paradigma der theoretischen Psychologie gelten, denn  sie hat als wissenschaftliche Schulrichtung mit einem  hoch angesetzten Erkenntnisinteresse fast ein halbes Jahrhundert lang in verschiedenen Schulen oder Richtungen den Ton der europäischen Psychologie angegeben. Die Gestaltpsychologie hatte als zentrale Metapher den aus der Antike bekannten Satz „Das Ganze ist … Weiterlesen

Gesprächstherapie – Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächspsychotherapie nach Carl R. Rogers wird auch als „Personzentrierte Psychotherapie“ bezeichnet und hat sich neben den tiefenpsychologischen Verfahren und der Verhaltenstherapie als Therapieform etabliert. Die Gesprächspsychotherapie gehört zu den humanistischen Methoden, die die These vertreten, dass der Mensch mehr als die Summe seiner Teile ist, dass er bewusst und in zwischenmenschlichen Beziehungen lebt und … Weiterlesen

Gegenkonditionierung

Die Gegenkonditionierung (counterconditioning oder anti-conditioning) ist eine Methode der Verhaltenstherapie, mit dem neue Reaktionen auf jene Reize konditioniert werden, die ein unerwünschtes Verhalten auslösen, und beruht auf der klassischen Konditionierung. Dazu gehören Techniken wie die etwa die systematische Desensibilisierung und die Aversionstherapie. Gegenkonditionierung ist ein Konzept aus der Verhaltenspsychologie beziehungsweise behaviouristischen Lerntheorie, bei dem eine unerwünschte … Weiterlesen

Formkonstanz

1 Definition Formkonstanz ist der Größenkonstanz eng verwandt. Man nimmt den wirklichen Umriss eines Gegenstandes sogar dann richtig war, wenn er vom Betrachter weggedreht zu sehen ist, so dass sein Umriss auf dem Netzhautbild ganz anders aussieht, als der Gegenstand in Wirklichkeit geformt ist (vgl. Zimbardo, 6. Auflage S. 196). 2 Definition Eine Tür, die … Weiterlesen

Feldforschung

Die Feldforschung sucht im Unterschied zur experimentellen Laborforschung die interessierenden Phänomene in ihrem natürlichen Auftretensraum zu untersuchen. Aufgrund der Komplexität natürlicher Situationen, des erheblichen Zeitaufwandes und der Kontaktdichte im Feld gehört die Feldforschung zu den aufwändigen Forschungsmethoden. Am Beginn einer Feldstudie steht meist eine erst vage Idee einer Frage- oder Problemstellung, wobei im nächsten Schritt … Weiterlesen

risky-shift-Phänomen

Das  Risky-shift-Phänomen bezeichnet die Tendenz von Gruppen, riskantere Entscheidungen zu treffen als jeder Einzelne. In Gegenwart anderer werden wichtige Personen, die etwa in einer Diskussion größeren Einfluss ausüben, offensichtlich ermutigt, eine höhere Risikobereitschaft zu zeigen. Das entsprich gewissen soziale Normen, die eine hohe Risikobereitschaft belohnen. Gruppen, die über lange Zeit hinweg zusammenarbeiten, sind dieser Gefahr … Weiterlesen