Melancholie

Unsere Stimmung verleiht allen Gaben des Glücks ihren Wert. François de La Rochefoucauld Die Melancholie bezeichnet eine durch Schwermut bzw. Schwermütigkeit, Schmerz, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägte Gemütsstimmung, die in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser oder Anlass zurückgeht. Als grundlegende und dauerhafte psychische Disposition oder als Krankheitsbild ist der Begriff weitgehend durch den Begriff der … Weiterlesen

magisches Denken

Magisches Denken bezeichnet in der Psychologie in der Hauptsache eine Erscheinungsform der kindlichen Entwicklung, bei dem diese irrtümlich annehmen, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, oder ein bestimmtes Ereignis hervorrufen können, beziehungsweise dieses verhindern. Allgemeingültige Regeln von Ursache und Wirkung werden dabei ignoriert. Das magische Denken ist bei … Weiterlesen

latentes Lernen

Latentes Lernen ist eine Form des Lernens, die erst sichtbar wird, wenn ein Anreiz besteht, das Gelernte auch zu zeigen. 1. Definition „Latentes Lernen (latent learning) ist die Bezeichnung für einen angenommenen Erwerb bestimmter Reaktionen, ohne dass eine Belohnung etwa im Sinne einer Verstärkung gegeben ist: Eine satte Ratte wird in ein Labyrinth gesetzt und … Weiterlesen

Labeling Approach

Der Labeling Approach bzw. der Labeling-Ansatz – auch Labeling-Theorie oder Labeling-Theorie des sozialen Verhaltens – ist eine psychologische bzw. soziologische Theorie, die sich mit der Art und Weise befasst, wie gesellschaftliche Etikettierungen und Stigmatisierungen das Verhalten von Individuen beeinflussen können. Diese Theorie wurde in den 1960er und 1970er Jahren entwickelt und ist ein wichtiger Bestandteil … Weiterlesen

Inzesttabu

Inzesttabu oder Inzestverbot ist ein in fast allen Kulturen zu findendes Verbot, sexuelle Beziehungen zwischen Blutsverwandten einzugehen, wobei es unterschiedliche Formen und Ausprägungen hinsichtlich des Verwandtschaftsgrades gibt. In einigen Ländern wird der Geschlechtsverkehr unter direkten Verwandten sogar bestraft, wobei in Europa  einige Länder Inzest verbieten, andere jedoch nicht. Neben zahlreichen anderen Beschlüssen, die den Katholizismus … Weiterlesen

Interaktionismus

Der Interaktionismus ist innerhalb der Psychologie eine spezielle persönlichkeitstheoretische Position, die davon ausgeht, dass sich menschliches Erleben und Verhalten nur aus der Verbindung von Persönlichkeit und Situation betrachten lassen. Menschliches Verhalten ergibt sich nach dieser Auffassung immer aus dem Zusammenspiel, also der Interaktion, von Merkmalen der Person und Merkmalen der Situation, in der sich eine … Weiterlesen

Instruktionspsychologie

Definition 1: „Die Instruktionspsychologie, auch als Unterrichtspsychologie i.e.S. und Lehr-Lernforschung bezeichnet, behandelt schwerpunktmäßig die Auswirkungen der Art des Lehrens oder Unterrichtens auf den Lernprozess der Schüler. Zielsetzung istruktionspsychologischer Forschung ist daher die erfahrungswissenschaftlich begründete Beschreibung von Bedingungskomponenten des Lehr- Lernprozesses“ (Rinschede, 2007, S. 75 zit. nach Edelmann, 2000 S. 284ff, Elbing 2001, S. 876 & … Weiterlesen