Global-Workspace-Theorie – GWT

Die Global-Workspace-Theorie (GWT) ist ein kognitionswissenschaftliches Modell, das das menschliche Bewusstsein als eine Art zentralen globalen Arbeitsraum im Gehirn erklärt. Sie wurde ursprünglich Ende der 1980er Jahre von dem Psychologen Bernard Baars entwickelt. Das Konzept lässt sich am besten mit der Theater-Metapher verstehen: Das Rampenlicht (Bewusstsein): Das Gehirn besteht aus vielen spezialisierten, unbewusst arbeitenden Modulen … Weiterlesen

Kognitive Shuffle

Der kognitive Shuffle – cognitive shuffle – bezeichnet in der Psychologie eine schlafbezogene Intervention zur Reduktion präsomnischer Grübelprozesse, die ursprünglich von dem kanadischen Psychologen Luc Beaudoin im Rahmen der Insomniebehandlung entwickelt wurde. Die Technik basiert auf der Annahme, dass Ein- und Durchschlafstörungen häufig durch kognitive Hyperaktivierung aufrechterhalten werden, also durch anhaltendes Grübeln, Sorgenketten und gedankliche … Weiterlesen

Second Victim Phenomenon – SVP

Das Second Victim Phenomenon (SVP) bezeichnet in der Psychologie und Versorgungsforschung die psychische Belastungsreaktion von Fachkräften im Gesundheitswesen infolge eines unerwarteten, negativen oder potenziell schädigenden Ereignisses in der Patientenversorgung. Während Patientinnen und Patienten als „erste Opfer“ gelten, können Behandelnde zu „zweiten Opfern“ werden, wenn sie durch das Ereignis emotional erschüttert, traumatisiert oder in ihrer beruflichen … Weiterlesen

Erste-Nacht-Effekt“

Unter dem Erste-Nacht-Effekt – First-Night Effect, FNE – versteht man in der Psychologie und Schlafforschung ein Phänomen, bei dem die Schlafqualität in der ersten Nacht in einer ungewohnten Umgebung signifikant vermindert ist. Dieses Phänomen ist so stabil, dass Daten aus der ersten Nacht in einem Schlaflabor für diagnostische Zwecke meist verworfen werden, da sie nicht … Weiterlesen

Depersonalisierung

In der Psychologie bezeichnet Depersonalisierung ein verändertes Erleben des eigenen Selbst, bei dem Betroffene das Gefühl haben, von sich selbst entfremdet oder innerlich „unwirklich“ zu sein. Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen oder Handlungen werden dabei nicht als verloren erlebt, sondern als fremd, automatisch oder wie durch eine Distanz wahrgenommen. Häufig beschreiben Betroffene, sie fühlten sich wie ein … Weiterlesen

Derealisierung

In der Psychologie bezeichnet Derealisierung eine qualitative Veränderung der Wahrnehmung der Außenwelt, bei der die Umgebung als fremd, unwirklich, künstlich oder emotional bedeutungslos erlebt wird. Betroffene berichten häufig, dass ihre Umwelt wie durch eine Glasscheibe, einen Schleier oder einen Traum wahrgenommen wird. Farben können blass oder übermäßig scharf erscheinen, Geräusche dumpf oder mechanisch wirken, Entfernungen … Weiterlesen

Drawing Effect

Der Drawing Effect – Zeichnungseffekt –  bezeichnet das kognitionspsychologische Phänomen, bei dem das aktive Zeichnen von Informationen zu einer signifikant höheren Behaltensleistung führt als das bloße Schreiben, Lesen oder Betrachten derselben Inhalte. Aktuelle neurowissenschaftliche Studien belegen, dass diese uralte Kulturtechnik das Gedächtnis nachhaltiger verbessert und kognitivem Abbau effektiver vorbeugen kann als viele digitale Gehirnjogging-Anwendungen. Der … Weiterlesen