Idiolektik

Die Idiolektik (vom griechischen idios für „eigen“ und legein für „sprechen“) bezeichnet ein ressourcenorientiertes und phänomenologisches Verfahren der Gesprächsführung, das die individuelle „Eigensprache“ (den Idiolekt) eines Menschen ins Zentrum rückt. Begründet wurde die Methode in den 1970er Jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. A. David Jonas, der eine Form der Kommunikation anstrebte, welche die innere … Weiterlesen

Box-Breathing – Atmung im Quadrat

Box-Breathing – auch Quadratatmung oder Vier-Phasen-Atmung – ist eine strukturierte Atemtechnik, die durch gleich lange Phasen von Einatmen, Atemanhalten, Ausatmen und erneutes Atemanhalten gekennzeichnet ist. Ziel ist die bewusste Regulation des autonomen Nervensystems, insbesondere die Reduktion von Stressreaktionen und die Förderung von Ruhe, Fokus und emotionaler Selbstkontrolle. Die Methode ist leicht erlernbar, benötigt keine Hilfsmittel … Weiterlesen

Cognitive Offloading

Unter Cognitive Offloading versteht man in der Psychologie die Tendenz des menschlichen Geistes, kognitive Anforderungen durch physische Handlungen oder externe Werkzeuge zu verringern, anstatt sich ausschließlich auf interne mentale Prozesse zu verlassen. Diese Praxis ist keineswegs ein rein neuzeitliches Phänomen, sondern lässt sich historisch bis zu den ersten Höhlenmalereien zurückverfolgen, die bereits als externe Gedächtnisspeicher … Weiterlesen

Beneficial Thinking

In der Psychologie wird der Begriff „Beneficial Thinking“ informell und unscharf verwendet, um Denkweisen zu beschreiben, die für das psychische Wohlbefinden, die Anpassungsfähigkeit und die Handlungsfähigkeit eines Menschen förderlich sind. Inhaltlich meint Beneficial Thinking Denkstile, die Menschen dabei unterstützen, belastende Situationen konstruktiv zu bewältigen, realistische Hoffnung aufrechtzuerhalten, aus Erfahrungen zu lernen und emotional stabil zu … Weiterlesen

Therapy Speak

Therapy Speak – auch „Therapie-Sprech“ oder „Therapeutisierung der Alltagssprache“) -bezeichnet die zunehmende Verwendung klinisch-psychologischer Fachbegriffe und Konzepte in der alltäglichen, nicht-therapeutischen Kommunikation. Dieses Phänomen beschreibt den Transfer von Vokabular, das ursprünglich für den geschützten Raum der Psychotherapie entwickelt wurde, in den privaten und öffentlichen Diskurs, insbesondere über soziale Medien wie TikTok, Instagram oder Twitter. Während … Weiterlesen

Mausmodell

Unter dem Begriff Mausmodell versteht man in der Psychologie, insbesondere in der Biopsychologie, Neuropsychologie und Psychiatrieforschung, die Verwendung der Hausmaus (Mus musculus) als nicht-humanen tierischen Modellorganismus zur Untersuchung menschlicher Erlebens- und Verhaltensweisen sowie deren neurobiologischer Grundlagen. Die zentrale Begründung für diesen Ansatz liegt in der hohen genetischen, physiologischen und neurologischen Homologie zwischen Maus und Mensch; … Weiterlesen

Child Behavior Checklist (CBCL)

Die Child Behavior Checklist (CBCL) stellt eines der weltweit am häufigsten eingesetzten klinischen Beurteilungsinstrumente zur standardisierten Erfassung von Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen Problemen und sozialen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen dar. Entwickelt wurde das Verfahren ursprünglich von Thomas M. Achenbach an der University of Vermont im Rahmen des Achenbach System of Empirically Based Assessment (ASEBA). Das Besondere … Weiterlesen