Zwangshandlung

Als Zwangshandlungen bezeichnet man in der Psychologie übertriebene, sinnlose oder selbst schädliche Verrichtungen, die der Betroffene immer wieder aus einem inneren Antrieb vollziehen muss. Zwangshandlungen sind demnach wiederholte Verhaltensweisen oder ritualisierte Gedankengänge, zu denen Menschen sich gezwungen fühlen, oft um negative Gefühle, wie Angst und Anspannung, zu reduzieren. Sie sind zugleich Symbolhandlungen, d.h., sie stellen … Weiterlesen

Zentraltendenz

Als Zentraltendenz oder Effekt der zentralen Tendenz wird in der empirischen Psychologie die Tendenz verstanden, Extremurteile zu vermeiden. Personen neigen eher dazu, sich für mittlere Kategorien wie “unentschieden”, “weder/noch” oder “mittel” zu entscheiden als für Extremwerte. Dieser Beurteilungsfehler tritt besonders dann auf, wenn die Urteilsobjekte wenig bekannt sind oder wenn die Skalen an den Extrempunkten nicht … Weiterlesen

Yerkes-Dodson-Gesetz

Diese psychologische Gesetzmäßigkeit bezieht sich auf eine hypothetische Beziehung, die zwischen der  Motivation und der Schwierigkeit einer Lernaufgabe besteht.  Aus der Theorie des Aktivationsniveaus sowie aus der Theorie der Leistungsmotivation folgt bekanntlich, dass Menschen extreme Unter- und Überaktivierung im Allgemeinen nicht schätzen. Individuen werden am ehesten stimuliert und herausgefordert durch Aufgaben mittlerer Schwierigkeit, d. h., … Weiterlesen

Weber-Fechnersche Gesetz

Anfang des 19. Jahrhunderts forderte der Physiologe Ernst Weber Probanden auf, mit verbundenen Augen veränderliche Gewichte zu halten. Sie sollten angeben, wann diese schwerer wurden. Dabei entdeckte Weber, dass kleine Änderungen nur bei einem kleinen, aber nicht bei einem großen Ausgangsgewicht wahrgenommen werden. G.T. Fechner entwickelte 1860 Webers Gedanken weiter, indem er die Reizintensitätsänderung der … Weiterlesen

Verlernen

Definition 1 „Verlernen […] kennzeichnet die abnehmende Verfügbarkeit von Wissen. Wird Wissen nur selten genutzt, oder wird neues Wissen erworben, das zu dem vorhandenen Wissen im Widerspruch steht, steigt die Wahrscheinlichkeit des Verlernens“ (Sonntag & Stegmaier, 2007, S. 19). Definition 2 “Hedberg definiert: ’Unlearning is a process through which learners discard knowledge’” (Dittmar zit. nach … Weiterlesen

Unterbewusstsein

1.   Definition Das Unterbewusstsein ist ein vieldeutiger psychologischer Terminus, der allgemein den Bereich des Bewusstseins benennt. Jedoch wurde beim Unterbewusstsein die rationale Kontrollierbarkeit entzogen und liegt deshalb unter der aktuellen Bewusstseinsschwelle. Diese Inhalte werden als unbewusst und vorbewusst bezeichnet (vgl. Emminger, Gruhl, Hofstätter, Leyhausen & Mergen, 1979, S. 191). 2.   Definition Für das Wort Unterbewusstsein … Weiterlesen

Typenlehre

Seit Beginn der psychologischen Forschung ist die Typenlehre bzw. der Typenansatz ein beliebtes Modell, doch wurden im Laufe der Jahre  Typentests insbesondere in nichtwissenschaftlichen Bereichen verstärkt dazu verwendet, Menschen bestimmten Gruppen zuzuordnen. Typisierungen mit vier Buchstaben, Farben oder Symbolen sollten dabei vermeintlich helfen, schnell verschiedene Menschen voneinander zu unterscheiden. Solche Zuordnungen auf Grund von Tests … Weiterlesen