Selbstfreundschaft

Selbstfreundschaft beschreibt in der Psychologie eine wohlwollende, bejahende und unterstützende Beziehung zu sich selbst, die auf Augenhöhe mit der Qualität einer tiefen zwischenmenschlichen Freundschaft steht. Während der populärwissenschaftliche Begriff der Selbstliebe oft ein statisches Idealbild oder eine rein nach innen gerichtete Bewunderung suggeriert, betont das Konzept der Selbstfreundschaft die Dynamik zwischen dem „Ich und der … Weiterlesen

Myokine

Myokine – von griechisch mys „Muskel“ und kinetos „Bewegung“ -bezeichnen eine Gruppe von hormonähnlichen Botenstoffen, die von der Skelettmuskulatur bei Kontraktion, also während körperlicher Aktivität produziert und in den Blutkreislauf abgegeben werden. In der Psychologie und den Neurowissenschaften haben diese Proteine in den letzten Jahren eine zentrale Bedeutung erlangt, da sie die fundamentale Verbindung zwischen … Weiterlesen

Bioelektronik

Unter Bioelektronik versteht man in der Psychologie ein interdisziplinäres Forschungs- und Anwendungsfeld, das sich mit der technischen Erfassung, Modulation und Integration biologischer Signale befasst und dabei insbesondere die Schnittstelle zwischen neuronalen, physiologischen Prozessen und elektronischen Systemen untersucht. Während die Bioelektronik naturwissenschaftlich an der Grenze von Biologie, Chemie, Physik und Elektrotechnik operiert, gewinnt sie für die … Weiterlesen

Kognitive Robotik

Kognitive Robotik bezeichnet ein interdisziplinäres Forschungs- und Anwendungsgebiet an der Schnittstelle von Robotik, künstlicher Intelligenz und kognitiver Wissenschaft, das den Übergang von starrer Automatisierung hin zu lernfähigen, autonom handelnden Systemen markiert. Im Gegensatz zur klassischen Industrie- und Servicerobotik, die primär fest programmierte Sequenzen in strukturierten Umgebungen ausführt, integrieren kognitive Roboter die drei Säulen Wahrnehmung, Denken und … Weiterlesen

Objektivitätsbias

Der Objektivitätsbias – objectivity bias – bezeichnet in der Psychologie ein kognitives Verzerrungsphänomen, bei dem Individuen oder Institutionen dazu neigen, Informationen, Quellen oder Urteile als neutral, sachlich und objektiv einzustufen, wenn diese mit den eigenen Überzeugungen, Einstellungen oder Wertvorstellungen übereinstimmen. Die eigene Sichtweise wird dabei implizit als vernünftig, realitätsnah und faktenbasiert erlebt, während abweichende Positionen … Weiterlesen

Global-Workspace-Theorie – GWT

Die Global-Workspace-Theorie (GWT) ist ein kognitionswissenschaftliches Modell, das das menschliche Bewusstsein als eine Art zentralen globalen Arbeitsraum im Gehirn erklärt. Sie wurde ursprünglich Ende der 1980er Jahre von dem Psychologen Bernard Baars entwickelt. Das Konzept lässt sich am besten mit der Theater-Metapher verstehen: Das Rampenlicht (Bewusstsein): Das Gehirn besteht aus vielen spezialisierten, unbewusst arbeitenden Modulen … Weiterlesen

Kognitive Shuffle

Der kognitive Shuffle – cognitive shuffle – bezeichnet in der Psychologie eine schlafbezogene Intervention zur Reduktion präsomnischer Grübelprozesse, die ursprünglich von dem kanadischen Psychologen Luc Beaudoin im Rahmen der Insomniebehandlung entwickelt wurde. Die Technik basiert auf der Annahme, dass Ein- und Durchschlafstörungen häufig durch kognitive Hyperaktivierung aufrechterhalten werden, also durch anhaltendes Grübeln, Sorgenketten und gedankliche … Weiterlesen