Ereignisgrenze

Als Ereignisgrenze bezeichnet man in der Gedächtnispsychologie das Phänomen, dass etwa bei einem Ortswechsel das eben Gedachte vergessen wird. Das liegt daran, dass das Gehirn die Gedanken nicht als eine lineare, ununterbrochene Abfolge von Erlebnissen speichert, vielmehr strukturiert das Gehirn die Ereignisse in einzelnen Erinnerungspaketen (chunks). Diese Inhalt der einzelnen Pakete sind nicht rein thematisch … Weiterlesen

Abstraktionsniveau

Begriffe werden in der Regel durch Abstraktion gebildet, wobei sich die Verallgemeinerung wahrgenommener Merkmale willkürlich in Folge unserer Vorerfahrung über die Umwelt vollzieht, sodass im Laufe des Lebens die Kategorisierung der Umwelt erfolgt. Als Abstraktionsniveau bezeichnet man daher eine Ebene im Prozess der Begriffsbildung. Je höher das Abstraktionsniveau, desto allgemeiner ist ein Begriff, je niedriger, … Weiterlesen

Tagtraum

They who dream by day are cognizant of many things which escape those who dream only by night. Edgar Allan Poe zugeschrieben Tagträume sind wichtig. Was man sich nicht vorstellen kann, kann man nicht tun. George Lucas Psychologen sprechen bei Tagträumen (mind wandering) eher von aufgabenunabhängigem Denken (task-unrelated thought), denn man denkt dabei ohne Zweck … Weiterlesen

Biografiearbeit

Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum! Mark Twain Biografiearbeit ist ein absichtsvoller, bewusster, zielgerichteter und aktiver Gestaltungsprozess, bei dem die Biografie eines Menschen im Mittelpunkt steht. Biografiearbeit meint einerseits die Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte im Sinne einer biografischen … Weiterlesen

Oberflächendyslexie

Als Oberflächendyslexie bezeichnet man eine neuropsychologische Störung der Lesefähigkeit, bei der das Ganz-Wort-Lesen beeinträchtigt ist, d.h., die Betroffenen sind nicht in der Lage, ein Wort visuell zu erkennen und da­raufhin auszusprechen, sie können jedoch Wörter lautierend lesen. Daher sind die von Oberflächendyslexie Betroffenen häufig nicht in der Lage, irregulär ausgesprochene Worte richtig auszusprechen. Die Oberflächendyslexie … Weiterlesen

Tiefendyslexie

Bei der Tiefendyslexie kommt es beim Lesen von Wörtern oft zu semantischen Fehlleistungen, d. h., ein visueller Stimulus wie König wird bedeutungsmäßig erfasst, jedoch nicht lautlich ähnlich, sondern z. B. als Fürst vorgelesen. Zudem treten häufig Lexikalisierungsfehler auf, während jedoch das verbale Benennen oder Schreiben des Begriffes bzw. das Lesen von Fremdwörtern und unregelmäßigen Wörtern keine Schwierigkeiten … Weiterlesen

Cognitive Load Theorie

Basierend auf Untersuchungen einer Arbeitsgruppe um Sweller und Chandler entwickeln Forscher in verschiedenen Ländern seit Beginn der 1990er Jahre eine instruktionspsychologische Mikrotheorie unter dem Terminus „Cognitive Load Theorie“ (CLT). Sie geht Fragen nach: „Wie gehen wir mit unseren begrenzten Speicherkapazitäten unseres Gehirns am effektivsten um? Wie unterscheiden wir nötige und unnötige Belastungen beim Lernen, und … Weiterlesen