Japan-Effekt

Der Japan-Effekt beschreibt ein zeitgenössisches Phänomen der Medienpsychologie und der digitalen Verhaltensforschung, bei dem die ästhetische und emotionale Bewertung visueller Reize signifikant durch eine geografische Kontextualisierung beeinflusst wird. Ursprünglich als Trend auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram beobachtet, bezeichnet der Effekt die Tendenz von Rezipienten, ein Foto oder Video als qualitativ hochwertiger, interessanter oder „cooler“ … Weiterlesen

Elementarpädagogik

Unter dem Begriff der Elementarpädagogik versteht die Erziehungswissenschaft die Theorie und Praxis der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in der Lebensphase von der Geburt bis zum Eintritt in die Schule, was in der Regel die Altersspanne von null bis sechs Jahren umfasst. Als erste Stufe des Bildungssystems – oft auch als „Primarbereich vor der … Weiterlesen

Friends with Benefits (FWB) – Freundschaft plus

Der Begriff Freundschaft plus – abgekürzt als F+ oder im Englischen als Friends with Benefits, kurz FWB – bezeichnet in der Psychologie und Soziologie eine Beziehungsform, die Elemente einer klassischen, platonischen Freundschaft mit regelmäßigen sexuellen Interaktionen verbindet, ohne dabei den Anspruch auf eine romantische Paarbeziehung, Exklusivität oder eine gemeinsame langfristige Lebensplanung zu erheben. Diese Form … Weiterlesen

Situationship

Der Begriff Situationship – ein Kofferwort aus den englischen Begriffen situation und relationship – beschreibt im psychologischen und soziologischen Kontext eine Form der zwischenmenschlichen Paarbeziehung, die sich in einem undefinierten Raum zwischen einer unverbindlichen Affäre und einer festen, exklusiven Partnerschaft bewegt. Charakteristisch für eine Situationship ist das bewusste oder unbewusste Fehlen von klaren Etiketten, verbindlichen … Weiterlesen

Tabula plena

Tabula plena beschreibt ein neurobiologisches Prinzip der Gehirnentwicklung, das im Gegensatz zum philosophischen Konzept der „Tabula rasa“ (des unbeschriebenen Blattes) davon ausgeht, dass bestimmte Hirnregionen zu Beginn ihrer Entwicklung über eine maximale Sättigung an Verbindungen verfügen. Wissenschaftlich fundiert wurde dieser Begriff insbesondere durch Untersuchungen der CA3-Region im Hippocampus, jener Struktur, die für die Überführung von … Weiterlesen

Elternhaus-Effekt

Der Elternhaus-Effekt bezeichnet in der Psychologie, der Bildungsforschung und der Soziologie den signifikanten Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft eines Kindes und seinem späteren Bildungs- und Lebenserfolg. Er beschreibt das Phänomen, dass Merkmale der Herkunftsfamilie – wie das Einkommen der Eltern, deren Bildungsabschluss sowie das kulturelle und soziale Kapital – die kognitive Entwicklung, die schulischen Leistungen … Weiterlesen

pruning

Das pruning bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie eine Phase in der frühkindlichen Entwicklung, in der nach der Phase des spreading oder blooming, in der eine massive Überproduktion synaptischer Verbindungen stattfand, wieder ein Abbau synaptischer Verbindungen beginnt, der etwa bis zum neunten Lebensjahr anhält und damit das Ende der sensiblen Phase für das Wahrnehmungslernen markiert (vgl. Johnson, … Weiterlesen