Brain fog bzw. Bewusstseinstrübung – auch Verdunkelung des Bewusstseins, Gehirnnebel oder Nebel im Gehirn – bezeichnet ursprünglich das zentrale pathogenetische Merkmal des Deliriums und ist kennzeichnend für eine Reihe von kognitiven Defiziten. Brain fog entsteht auch als Folge anderer Erkrankungen oder Zustände. Brain fog bezeichnet im Allgemeinen einen mentalen Zustand, bei dem Betroffene Antriebslosigkeit, vermehrte Ängstlichkeit und mangelnde Fokussierung erleben, wobei eine solche Phase unterschiedlich lange andauern kann, und zwar von ein paar Stunden bis einige Tage, Wochen oder sogar Monate. Die Symptome daneben sind manchmal Kopfschmerzen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, im Extemfall Verwirrtheit. Nicht selten erscheint Betroffenen ihr Umfeld chaotisch und sie fühlen sich bei ihren Tätigkeiten überfordert, kommen häufig in Konflikte mit ihren Mitmenschen, worunter in der Regel dann auch das Selbstwertgefühl leiden kann.

Seit Neuestem wird dieses Phänomen im Zusammenhang mit Long COVID (COVID-19 brain fog) genannt, wobei es nicht nur nach schweren Krankheitsverläufen auftritt. Diese Bewusstseinstrübung ist dann gekennzeichnet durch Verwirrung, Vergesslichkeit und einen Mangel an Konzentration bzw. geistiger Klarheit. Herkömmlicher Brain fog ist nach Ansicht von Experten allerdings das Ergebnis anderer medizinischer Bedingungen, während COVID-19-Brain fog eine direkte geistige Unschärfe darstellt, die auf die anhaltenden Auswirkungen des Coronavirus auf das Gehirn zurückzuführen ist. Ist das Symptom auf COVID-19 zurückzuführen, werden auch andere Schlüsselsymptomen auftreten, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, etwa Geschmacks- und Geruchsverlust, Kopfschmerzen, Fieber und Atemprobleme.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinstr%C3%BCbung (19-11-11)

 



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