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Eine Pseudodemenz liegt vor, wenn keine organisch bedingte Demenz die Ursache für die kognitiven Beeinträchtigungen ist. Pseudodemenzen sind somit Erkrankungen, die Gedächtnisschwierigkeiten, Verlangsamung und Antriebslosigkeit bewirken, wobei die Ursachen dafür eine Depression, Störungen des Elektrolythaushalts, eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Vitaminmangel sein können, und damit behandelbar sind. Auch Alkoholmissbrauch kann zu demenzähnlichen Symptomen führen, wobei sich bei Abstinenz das Gehirn oft wieder selbst aufbauen kann und die Symptome verschwinden. Dies kann sich bei einer genaueren Untersuchung möglicher Demenzsymptome zeigen.

Der Verlust der kognitiven Fähigkeiten wird bei einer Pseudodemenz durch andere organische oder psychische Störungen verursacht. Nach erfolgreicher Behandlung gehen die geistigen Störungen meistens wieder zurück. Häufige Ursachen für eine mögliche Pseudodemenz sind etwa Depressionen oder Symptome akuter Verwirrtheit (Delir). Ursachen können u.a. neben einer Erkrankung auch ein Unfall, Flüssigkeitsmangel oder Mangelernährung sein. Psychische Erkrankungen spielen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung einer Pseudodemenz, wobei Symptome wie Schlafstörungen, Appetit- und Gewichtsverlust, Schuldgefühle, Freud- und Antriebslosigkeit auftreten, was auf eine Depression hinweisen könnte. Depressive Stimmungen treten jedoch auch bei Menschen mit Alzheimer-Demenz und vaskulärer Demenz häufig auf, sodass sich eine Differentialdiagnose schwierig gestalten kann.

Literatur

Prvulovic, David (2012). Diagnostik und Therapie demenzieller Syndrome (ICD-10 F0).
https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-nerven/demenz/pseudodemenz
https://gossau24.ch/articles/119216-demenz-fachaerztin-raeumt-mit-vorurteilen-auf



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