Selbstverstärkung

Bei der Selbstverstärkung fördern innere Folgen wir z. B. Stolz oder Zufriedenheit die Verhaltensweisen oder Einstellungen eines Menschen, die zu diesen angenehmen Gefühlen geführt haben. So ist etwa in der Erziehung die Förderung der Selbstverstärkung mit ihren positiven Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung wie Selbständigkeit oder Unabhängigkeit ein erwünschtes Erziehungsziel. Allerdings handelt es sich ebenfalls um Selbstverstärkung, wenn etwa aggressives Verhalten von Kindern durch die Erziehenden geduldet wird, denn dann wirkt die stillschweigende Zustimmung ebenfalls verstärkend.

Auch die Self-fulfilling-prophecy kann als wesentliche Variante der Selbstverstärkung gelten, und in der Verhaltenstherapie beschreibt die Selbstverstärkung jenen Prozess, bei dem sich ein Mensch kontingent auf die Ausführung eines Zielverhaltens hin einen positiven Verstärker darbietet (positive Verstärkung) oder einen aversiven Reiz entfernt (negative Verstärkung), was zur Erhöhung der zukünftigen Auftrittswahrscheinlichkeit der angestrebten Verhaltensweisen führt. Siehe dazu die Selbstkontrolltherapie.

Allgemein gilt: Selbstverstärkung, bei der es zu einem Aufschaukeln von Unsicherheiten in den Anfangsbedingungen bis zur Unvorhersehbarkeit in dynamischen Systemen kommt, führt daher auch im unerwünschten Fall zu Strukturbildung, die etwa bei aggressivem Verhalten unerwünscht ist.

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