Cortex insularis

Der Cortex insularis (Inselrinde, Insula) ist ein kleine Abschnitt der Großhirnrinde und ist für die menschliche Selbstwahrnehmung von Bedeutung, und umfasst Funktionen wie Wahrnehmung, motorische Kontrolle, Selbst-Bewusstsein, geistige Vitalität und zwischenmenschlichen Erfahrungen. Vor allem die anteriore Insula ist an empathischen Fähigkeiten und Emotionsempfindungen wie Liebe, Hass, Zurückweisung, Selbstsicherheit oder Scham beteiligt. Auch bei verschiedenen Formen der Psychopathologie spielt die Insula eine wichtige Rolle, denn eine Läsion der Inselrinde führt zu Apathie und der Unfähigkeit, selbst Gefühle zu empfinden oder die Gefühle im Gesicht anderer zu erkennen. Diese wurde bei Menschen mit Autismus oder anderen neuropsychiatrischen Störungen wie der frontotemporale Demenz entdeckt. In der anterioren Insula befindet sich ein spezieller Zelltyp, die Spindelneuronen. Diese Neuronen haben eine namensgebende spindelähnliche Form und sind etwa drei Mal so groß wie die benachbarten Pyramidenzellen, die klassischen Nervenzellen im Gehirn. Bei neuropsychologischen Erkrankungen in Verbindung mit dem Verlust der Gefühle, wie Autismus oder Demenz, verändert sich die Anzahl dieser Nervenzellen.





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