Alterskorrektur

Als Alterskorrektur bezeichnet man eine Maßnahme in der Testpsychologie der ersten Lebensjahre – Entwicklungsdiagnostik -, um durch den Reifungsrückstand frühgeborener Kinder bedingte Minderleistungen nicht als Entwicklungsdefizite zu interpretieren. Je jünger ein Kind ist, desto stärker kommt sein frühgeburtlich bedingter Reifungsrückstand zum Tragen, weshalb in den ersten zwei Lebensjahren und zum Teil bis zur Einschulung eine … Weiterlesen

Alalie

Als Alalie bezeichnet man das völlige oder nahezu völlige Ausbleiben der expressiven Sprachentwicklung mit dem Unvermögen, artikuliert zu sprechen. Das Kind äußert meist nur wenige Lautgebilde, die es ständig wiederholt, sodass eine Kommunikation zwischen Eltern und Kind sprachlich nahezu unmöglich ist. Die Alalie ist somit eine Sprachentwicklungsstörung, bei der entweder nervöse Störungen oder muskuläre Defekte der … Weiterlesen

Absencen

Als Absencen bezeichnet man in der Psychopathologie nichtkonvulsive (nicht krampfartige) Zustände wie etwa bei einem epileptischen Anfall mit sekundenlang anhaltendem Bewusstseinsverlust. Bei einer Epilepsie unterscheidet man zwischen konvulsiven und nicht-konvulsiven Formen, wobei beim konvulsiven Status Krämpfe im Vordergrund stehen, beim nichtkonvulsiven hingegen andere Symptome. Absencen werden von der Umwelt häufig als Unaufmerksamkeit (Träumen, Tagträumen) interpretiert. … Weiterlesen

spreading

Als spreading oder blooming bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie eine Phase in der frühkindlichen Entwicklung, in der im kindlichen Gehirn eine Überproduktion synaptischer Verbindungen stattfindet, wobei diese Überproduktion vor allem für das räumliche Sehen und die Formwahrnehmung von entscheidender Bedeutung ist. Schielt etwa ein Kind in dieser Phase für eine Zeit von mehr als sechs Wochen, … Weiterlesen

Hörsinn

Im Unterschied zum Sehsinn ist der Hörsinn bereits bei der Geburt sehr gut ausgebildet, wobei das Neugeborene noch ein paar Tage braucht, bis seine Gehörgänge gänzlich frei von Fruchtwasser sind, aber es hört schon ab dem 5. Schwangerschaftsmonat recht gut und nimmt in den ersten Lebensmonaten Geräusche ganz besonders differenziert wahr. Auch die zeitliche Auflösung … Weiterlesen

obligatorisches Schauen

Die Orientierung von Babys auf Bewegungsreize wird subkortical auf der Stammhirn-Ebene gesteuert, wobei das Blickfolgeverhalten zunächst nicht gleitend sondern ruckartig erfolgt und dem sich bewegenden Gegenstand leicht hinterherhängt. Etwa vier Wochen nach der Geburt zeigen Säuglinge das obligatorisches Schauen, d. h., ihr Blick klebt an einmal fixierten Gegenständen und kann sich nicht leicht von ihnen … Weiterlesen

Geruchs- und Geschmackssinn

Ich habe gefunden, dass Menschen mit Geist und Witz auch immer eine feine Zunge besitzen, jene aber mit stumpfem Gaumen beides entbehren. Voltaire Geschmack und Geruch sind chemische Sinne, wobei für den Geschmack von Speisen der Geruchssinn retronasal sehr wesentlich ist – bekanntlich leidet bei Schnupfen nicht nur die Geruchs- sondern auch die Geschmacksempfindung. Beide … Weiterlesen

Inhaltsverzechnis