Lerntherapie

Eine Lerntherapie ist eine spezielle pädagogisch-psychologische Förderung für Menschen mit Lern- und Leistungsstörungen, wobei in einer psychologischen Lerntherapie Elemente aus der Gesprächs-, Verhaltens- und Gestalttherapie, der Heilpädagogik oder der Ergotherapie verwendet werden. Die Vielfalt der Vorgehensweisen orientiert sich an den Lernvoraussetzungen eines Kindes, Jugendlichen aber auch Erwachsenen, deren Bedürfnissen, Schwierigkeiten und Stärken sowie den Zielen. Eine integrative Lerntherapie hilft also Menschen, die trotz ausreichender Beschulung Lernstörungen entwickelt haben, wobei das Spektrum  von anlagebedingten Wahrnehmungs- und Teilleistungsschwächen über psychosozial bedingte Lernblockaden und Entwicklungsverzögerungen bis hin zu Entwicklungsstörungen reicht. Dadurch haben diese Lernende erhebliche Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens, Schreibens oder Rechnens, wobei sie durch ständiges Versagen in den Teufelskreis
einer Lernstörung geraten. Ihre Lernerfahrungen sind häufig von Misserfolgen, Frustration und Angst geprägt, denn sie können die Anforderungen der Eltern, der Schule, des Berufslebens und des Alltags nicht im geforderten Maße erfüllen.
Jede praktische Lerntherapie ist vom allgemeinen Ansatz her eine sehr individuelle Lehr- und Lernform und findet in der Regel in Einzelförderung oder in Kleinstgruppen statt. Jede Lerntherapie ist zunächst immer diagnostisch begründet, d. h., sofern nicht nachgewiesen ist, dass es sich bei dem Lerndefizit nicht um einen Mangel an einem Grundverständnis etwa beim Schreiben, Lesen oder Rechnen handelt, sondern um ein Defizit der grundsätzlichen Fertigkeiten.

Quellen
http://www.lerntherapie-fil.de/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=59 (11-02-21)
http://de.wikipedia.org/wiki/Lerntherapie (11-02-21)


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Ein Gedanke zu „Lerntherapie“

  1. Tina Weber, Lerntherapeutin

    Das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen gehört zu den Grundaufgaben der schulischen Bildung. Doch manche Kinder tun sich damit schwerer als andere. Das kann vielerlei Ursachen haben: Psychische Belastungen, Entwicklungsverzögerungen oder eine Lernstörung, wie z. B. eine Lese-/Rechtschreibschwäche oder Rechenstörung. Eine Lernschwäche umfasst meist nur einen Lernbereich, also das Lesen und Schreiben oder das Rechnen. Dabei sind die meisten Kinder mit Lernschwäche normal entwickelt und intelligent. Forscher gehen davon aus, dass rund 20% aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland von Lernschwierigkeiten betroffen sind. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen eine besondere Förderung, um ihre Lernschwäche zu bewältigen. (…) Lerntherapie unterscheidet sich von Nachhilfe insofern, als dass sie sich nicht am aktuellen Schulstoff orientiert. Nachhilfe übt lediglich das jeweilige Lernthema. Hat ein Kind jedoch eine Teilleistungsstörung, so sitzen die Probleme meist viel tiefer. Wenn erforderliches Basiswissen nicht verinnerlicht wurde, bringt Nachhilfe keinen Mehrwert

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