Konflikt

    1. Definition
    [lt. conflictus das Zusammenschlagen, Streit]: Der Widerstreit, besonders auch im seelischen, und hier vor allem im Gefühlsleben. (Dorsch 1963, S. 188)

    2. Definition
    Reaktion auf widersprüchliche oder unvereinbare Verhaltenstendenzen (Tewes &Wildgrube 1992, S. 188)

    3. Definition
    (lat.), „Zusammenstoß“, „Kampf“; der Widerstreit zwischen Motiven oder Motivgruppen; ein in der Lebenssituation häufiges u. wesentliches Phänomen. Die Motive können der gleichen Schicht oder dem gleichen Entscheidungsniveau angehören (bei gleich wichtigen Aufgaben, Pflichten, Entscheidungen) und auf dem gleichen Niveau innerlich ausgetragen werden. Gewöhnlich aber stammen K. aus verschiedenschichtigen Wurzeln [Pflicht und Neigung, Bewußtseins- und Affektschicht, Gewissen und Trieb, Über-Ich und Ich, Bewußtes und Vorbewußtes]. (vgl. Wilhelm Hehlmann 1965, S. 278ff)

    4. Definition
    Nach Englisch u. Englisch (1958) das gleichzeitige Wirken von gegensätzl. o. sich gegenseitig ausschließenden Impulsen, Wünschen o. Tendenzen (Übers. v. Verf.); Pongratz (1961) definiert: „Ein menschl. Konflikt ist eine inkompatibel-antargonist. Gespannte Situation m. Positionsappell“ (PA meint den Druck zur Entscheidung). (Städtler 2003, S.578)

    5. Definition
    der; -[e]s, -e:ä) durch widerstreitende Auffassungen, Interessent o. ä. hervorgerufene schwierige Situation: einen K. diplomatisch lösen. a) sinnv.: Streit. Zus.: Ehe-, Generations- , Rassenkonflikt. b) innerer Widerstreit: aus einem (inneren) K. wieder herauskommen: ich bin in einem K. sinnv.: Zwiespalt. Zus.: Gewissens-, Herzenskonflikt (ohne Autor 1985, S.388)

    Literatur

    Dorsch, F. (1963). Psychologisches Wörterbuch. Hamburg: Verlag Richard Meiner.
    Hehlmann, W. (1965). Wörterbuch der Psychologie. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag.
    ohne Autor. (1985). DUDEN Das Bedeutungswörterbuch. Band 10. Mannheim, Leipzig: Dudenverlag.
    Städtler T. (2003). Lexikon der Psychologie. Stuttgart: Alfred Kröner Verlag.
    Tewes, U. & Wildgrube, K. (1992). Psychologie-Lexikon. München, Wien: R. Oldenbourg Verlag.

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