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Psychogene Störung

    Psychogene Störungen sind nicht-organische, anfallsartige Ereignisse, die seelisches Leid zum Ausdruck bringen, wobei häufig psychosomatische Erkrankungen, dissoziative oder affektive Störungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeits- oder Angststörungen vorliegen. Es handelt sich also um unfreiwillige, unbewusste Ereignisse, die etwa zu lähmenden Schmerzen in den Händen oder plötzlichen Anfällen führen, wobei es nicht darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen.

    Psychogene Anfälle sind manchmal anfallsartige Ereignisse, bei denen Bewegungen, Empfindungen oder Zustände auftreten, die epileptischen Anfällen ähneln, jedoch durch psychische Prozesse und nicht durch epileptische neuronale Störungen verursacht werden. Psychogene Anfälle repräsentieren eine mit erheblichen gesundheitlichen sowie sozialen Konsequenzen und gesellschaftlichen Kosten verbundenen Erkrankung.

    Der Begriff psychogen wird deshalb verwendet, um zu beschreiben, dass die Entstehung eines Krankheitsbildes bzw. eines bestimmten Symptoms durch die Psyche des Patienten bedingt ist. Dieser Terminus wird oft in der Psychosomatik verwendet und deshalb häufig mit dem Begriff psychosomatisch gleich gesetzt.

    Im 19. Jahrhundert bezeichnete Sigmund Freud übrigens solche Anfälle als Hysterie und erklärte sie durch ungelöste innere Konflikte.

    Typisch für Betroffene mit psychogenen Symptomen ist auch oft eine als schwierig empfundene Arzt-Patienten-Interaktion, denn einerseits fordert der Patient eine fachliche Diagnostik, wobei andererseits der Mediziner Angst oder Unsicherheit entwickelt, vielleicht eine seltene verborgene Krankheit zu übersehen.

    Siehe dazu das psychogene Fieber und Konversionsneurose.

    Literatur

    Stangl, W. (2023, 1. Jänner). psychogenes Fieber – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik.
    https:// lexikon.stangl.eu/18749/psychogenes-fieber.
    https://www.wicker.de/kliniken/hardtwaldklinik-ii/behandlungsschwerpunkte/erkrankungen-a-z/psychogene-anfaelle/ (19-07-16)


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