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Elevator Osmosis – Aufzugsosmose – bezeichnet jenen Prozess, bei dem sich Menschen in einem begrenzten Raum wie in einem Aufzug, in der U-Bahn oder auch in einem Wartezimmer gleichmäßig voneinander entfernt positionieren. Generell wird damit das Phänomen beschrieben, dass einander fremde Menschen gemeinsam im selben meist etwas beengten Raum für eine gewisse Zeit zwangsläufig in Beziehung zueinander stehen müssen, wobei das in manchen Raumtypologien wie in einem Aufzug durch den äußerst geringen Platz besonders auffällt. Menschen in einem Aufzug haben meist auch unterschiedliche Auffassungen zum gebotenen Abstand, denn jeder hat seine eigene Wohlfühlzone, in die niemand eindringen soll, sodass es in einer solchen Zwangssituation gilt, den größtmöglichen Abstand zu halten, den ein Aufzug gerade noch zulässt.

In einem Aufzug stehen die Menschen auch meist in einer bestimmten Konstellation zueinander, doch wenn jemand aussteigt, konfiguriert sich das räumliche Beziehungssetting oft wieder völlig neu. Auslöser ist dafür ist das menschliche Bedürfnis nach Individualdistanz, das man Aufzügen oder vollen U-Bahnen kurzfristig ausschalten muss.

Es gibt keine allgemein gültigen Regeln für das Verhalten im Aufzug, doch kann es sinnvoll sein, sich an ein paar Benimmregeln zu halten. Wer einen Raum, in diesem Fall eben den Aufzug, betritt, der grüßt die anderen, wobei auch ein freundliches Nicken ausreichen kann. Kommt man sich zwangsläufig zu nahe, sollte man sich immer kurz entschuldigen. Generell gilt, im Aufzug Rücksicht auf die Mitmenschen zu nehmen.

Auf einer Business-Website fand sich folgende eher unterhaltsame Typologie von Aufzusgsbenutzern, die manchen wohl bekannt vorkommen wird.

  • Der Armeverschränker verschränkt die Arme und wirkt dadurch wenig kommunikativ.
  • Der Türsteher stellt sich mitten in den Raum und macht allen klar, wer die Kontrolle hat.
  • Der Wandlehner nimmt im Aufzug eine entspannte Haltung ein.
  • Der Telefonierer holt sein Mobiltelefon aus der Tasche und will geschäftig wirken.
  • Der Schutzsuchende versucht sich hinter Akten und Ordnern zu verstecken.
  • Der Drängler nimmt sich besonders wichtig und muss an der Tür stehen.
  • Der Nuschler spricht undeutlich und murmelt vor sich hin
  • Der Taschenspieler wühlen in der Hosen- oder Handtasche.
  • Der Strammsteher hat eine aufrechte Körperhaltung und der Blick ist geradeaus gerichtet.

Zum Begriff: Osmose bezeichnet in den Naturwissenschaften das Fließen bzw. Verteilen von Teilchen durch einen Widerstand wie etwa eine Membran.

Literatur

https://www.bigkarriere.de/ratgeber/arbeitswelt/aufzug-fahren-muss-gelernt-sein (21-10-20)



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