Blurting – auch mentales mindmapping – hat sich unter den Lerntechniken als nützliche Lerntechnik für die letzte Zeit vor einer Prüfung entwickelt und wird von vielen Lerntechnik-Trainern empfohlen.

Die Methode: Am besten stellt man sich einen Wecker, je nach Umfang des Themas. Man schreibt das Thema einfach auf ein Blatt Papier und notiert alles, was man über das Thema weiß, was einem zu dem Thema einfällt und vergleicht es dann mit dem Lehrbuch. Dadurch weiß man genau, welche Teile eines Themas man noch bearbeiten muss und was man schon weiß. Das zeigt auch, was sich im Langzeit- und Kurzzeitgedächtnis befindet, so dass man seiknen Lernplan auf diese Wissensbereiche abstimmen kann. Diese Methode ist für kleinere Themen sehr nützlich, da man so sicherstellen kann, dass man jeden Aspekt des Stoffes kennt. Die Blurting-Technik ist also auch eine Technik zur Selbstkontrolle!

Diese Lerntechnik eignet sich auch für Paar- und Gruppenarbeit, also etwa für aktive Wiederholungsstunden in einer Schulklasse. Sie kann aber auch von einer Lehrerin oder einem Lehrer eingesetzt werden, um herauszufinden, was bei den Schülern und Schülerinnen im Unterricht angekommen ist und was nicht. Wichtig ist dabei, dass Blurting keine Testfunktion hat, was den Schülern und Schülerinnen klar gemacht werden muss. So kann man als Lehrer oder Lehrerin am Ende der Stunde in fünf Minuten herausfinden, was vom Lernstoff übrig geblieben ist. Gleichzeitig bietet man den Schülern und Schülerinnen eine Wiederholung an, die den vermittelten Lernstoff zusätzlich festigen kann.

Literatur

Stangl, W. (2018, 5. February). Blurting. Naomi’s Practical Study Skills.
https://study-skills.lerntipp.at/blurting/.



Ein Gedanke zu „Blurting“

  1. Für Lehrerinnen und Lehrer

    Blurting wird von Schülerinnen und Schülern auch in YouTube-Kommentaren und Lernforen im Internet angepriesen – viele behaupten, dass es „tatsächlich funktioniert“. Viele Schülerinnen und Schüler behaupten, es sei eine effektive Lerntechnik, denn man plappert alle Informationen, die man über ein Thema weiß, aus dem Gedächtnis auf ein Blatt Papier. Für Lehrer und Lehrerinnen gilt: Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, ein Thema zu wählen, auf das sie sich konzentrieren möchten. Das könnte ein Thema aus einem Roman in Englisch oder ein Kapitel in Naturwissenschaften sein, man kann ein Arbeitsblatt erstellen, das Erinnerungen an das Thema auslöst und auf das die Schülerinnen und Schüler einen Blick werfen können, wenn sie nicht weiterkommen. Nun verlassen sich alle rein auf ihr Gedächtnis und kotzen ALLES, was ihnen zum Thema einfällt, auf dieses Blatt. Mit dieser Technik kann man herausfinden, wer lernt und wer nachlässig ist. Gut ist es, den Schülern ein Zeitlimit für das „Blurting“ zu setzen, um das Lernen zu intensivieren.

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