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Unwissen bzw. Ignoranz zeichnen sich dadurch aus, dass ein Mensch bewusst etwas nicht wissen will bzw. ein mögliches Wissen bewusst missachtet. Unwissen kann aber auch einen unbewusster Mangel an Wissen bezeichnen (Unkenntnis). Davon zu unterscheiden ist die Ungewissheit, die aus einer mangelnden Kenntnis über die künftige Entwicklung eines Ereignisses herrührt. In den Rechtswissenschaften gibt es ein Recht auf Nichtwissen, auch als Recht auf Unwissenheit bezeichnet, das den Einzelnen davor schützt, Informationen zu erhalten, die er nicht zu erhalten wünscht, weil ihre Kenntnis ihn in seiner Lebensführung beeinträchtigen könnte.

Schon Friedrich Nietzsche fragte, ob manchmal nicht Unwissen für ein gelingendes Leben viel dienlicher sei als Wissen. Auch der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Jürgen Mittelstraß war der Ansicht, dass in einer Wissensgesellschaft gerade der Umgang mit dem Nichtwissen entscheidend sein kann.

Unwissen bzw. Ignoranz zeichnen sich dadurch aus, dass ein Mensch bewusst etwas nicht wissen will bzw, ein mögliches Wissen bewusst missachtet. Unwissen kann aber auch einen unbewusster Mangel an Wissen bezeichnen (Unkenntnis). Davon zu unterscheiden ist die Ungewissheit, die aus einer mangelnden Kenntnis über die künftige Entwicklung eines Ereignisses entsteht. In der Juristerei gibt es ein Recht auf Nichtwissen, auch als Recht auf Unwissenheit bezeichnet,, das den Einzelnen davor schützt, Informationen zu erhalten, die er nicht zu erhalten wünscht, weil ihre Kenntnis ihn in seiner Lebensführung beeinträchtigen könnte.

Schon Friedrich Nietzsche fragte, ob nicht Unwissen für ein gelingendes Leben viel dienlicher sei als Wissen. Auch der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Jürgen Mittelstraß war der Ansicht, dass in einer Wissensgesellschaft gerade der Umgang mit dem Nichtwissen entscheidend sein kann.

Hertwig & Engel (2020) haben einen Sammelband über gewolltes Nichtwissen veröffentlicht, denn es gibt ihrer Ansicht nach viele Bereiche, in denen Menschen bestimmte Dinge nicht wissen wollen, manchmal aus schwer nachvollziehbaren oder auch irrationalen Gründen, doch es gibt auch viele Fälle, wo Menschen aus sehr rationalen Gründen bestimmte Dinge einfach nicht wissen wollen. So kann Nichtwissen eine Funktion der Emotionsregulierung darstellen, etwa wenn Menschen einen Arzt deshalb nicht aufsuchen, um die psychische Belastung durch ein Wissen um eine mögliche Krankheit zu vermeiden.

Die Selektion von Wissen, also aktiv zu wählen, was man wissen will, kann etwa in Zeiten von Fake News notwendig sein, wobei es sich dabei auch um die Fähigkeit des kritischen Ignorierens handeln kann. Kritisches Ignorieren bedeutet, zunächst zu überlegen, ob es ein bestimmter Inhalt überhaupt verdient, dass man ihm seine Aufmerksamkeit schenkt.

Allerdings ist es wichtig, sich das eigene Nichtwissen nicht nur im Allgemeinen sondern auch im einzelnen Fall einzugestehen, was auch von der Reaktion anderer Menschen darauf abhängt.

Übrigens: Angesichts der Corona-Krise forderte der Physiker Florian Aigner, dass die Menschen unbedingt lernen müssen, zwischen diesen zwei Arten von Nichtwissen zu unterscheiden: Zwischen dem dummen Nichtwissen der Ahnungslosen, die sich ihre Fakten selbst erfinden, und dem Nichtwissen der Experten, die genau wissen, was sie nicht wissen, und daher zumindest nützliche Wahrscheinlichkeitsprognosen machen können.

Literatur

Ralph Hertwig, R. & Engel, C. (Hrsg.)(2020). Deliberate ignorance: Choosing not to know. MIT Press.
https://futurezone.at/meinung/coronavirus-zwei-sorten-nichtwissen/400779974 (20-03-17)
https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-vorzuege-der-ignoranz-100.html (21-11-30)



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