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Selfinfluencing ist ein psychologisches Konzept von Schwarz & Schwarz (2021), mit dem versucht wird, die psychologischen Grundlagen der Beziehung zwischen Wahrnehmung und Befinden zu verstehen, um danach die eigene Wahrnehmung steuern und sich selbst beeinflussen zu können. Der Ansatz des Selfinfluencing ist besonders geeignet für Menschen, die sich selbst ändern möchten, die fremde Einflüsse erkennen und reduzieren möchten, und die auf Veränderungen der Umwelt reagieren und ihre Zukunft aktiv gestalten wollen. Erfolgreiche Selfinfluencer gestalten ihre Umgebung so, dass sie über ihre Wahrnehmungen des Außen Entwicklungsprozesse in ihrem Inneren in Gang setzen und so den für sie richtigen Weg gehen können.

Nach Schwarz & Schwarz (2021) gibt es drei gute Gründe, sich mit Selfinfluencing zu befassen: Man ist mit sich selbst nicht zufrieden, ist mit dem, was einen umgibt, und der Situation, in der man sich befindet, nicht zufrieden, und ist mit den Veränderungen, die man erlebt, nicht zufrieden. Es geht daher sowohl um die eher kurzfristigen Aspekte des Glücklichseins und des Erfolgreichseins als auch um den langfristigen Aspekt der Lebenszufriedenheit. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wie man sich, andere und die Welt wahrnimmt, denn das, was scheinbar nicht zu ändern ist, ist langfristig bestrachtet keine dauerhaft konstante Größe im Leben, denn konstant sind nur ständige Veränderungen, die sich immer wieder ereignen. Wenn diese Veränderungen von einem selbst ausgehen, ist es gut, wenn sie von außen auf einen zukommen, sucht man nach einer Möglichkeit, so zu reagieren, dass man anschließend das gute Gefühl hat, sein Bestes getan zu haben.