WEIRD steht als Akronym für western, educated, industrialized, rich and democratic, und beschreibt jene Gruppe von Menschen, die bei psychologischen Studien besonders häufig als Proband bzw. Probandin mitmacht. Das bedeutet für manche psychologischen Untersuchungsergebnisse, dass PsychologInnen und VerhaltensforscherInnen nicht den Menschen an sich erforschen, sondern immr auch eine bestimmte kulturelle Gruppe.

Dass diese kleine Gruppe der Weltbevölkerung – man schätzt diese auf knapp über zehn Prozent – derart überrepräsentiert ist, ist kann also ein Problem für die Psychologie darstellen, wenn sie ihre Ergebnisse verallgemeinern will. Die Erkenntnisse, die man etwa beim Befragen von amerikanischen StudentInnen erhält, lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf die ganze Menschheit übertragen, denn auch die kulturelle Sozialisation eines Menschen hat großen Einfluss auf sein Verhalten, sodass sich universelle Aussagen über das Denken, Fühlen und Wollen von Menschen kaum treffen lassen, wenn man nur diesen kleinen Ausschnitt der Menschheit untersucht.

Siehe dazu das Stichwort convenience sample.


Weitere Seiten zum Thema