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ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung


Die ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung – auch selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung, früher auch hypersensitive Persönlichkeitsstörung – ist dem Krankheitsbild der Sozialphobie zugeordnet, wobei Betroffene stark unter dem Zustand der Selbstunsicherheit, bis hin zur totalen körperlichen und mentalen Erschöpfung leiden.

Einerseits besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden bei gleichzeitiger Hypersensibilität gegenüber Kritik und Ablehnung, wobei diese Zurückweisungsempfindlichkeit oft mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit einher geht. Nicht nur der Partner oder nahe Verwandte werden von Erkrankten als unfähig ihnen zu helfen eingestuft, auch Experten wie Psychiater, Psychologen und Therapeuten haben große Schwierigkeiten, einen Zugang zu den Betroffenen zu finden. Dabei ist es wichtig, eine Verhaltenstherapie auf Vertrauen zu begründen, wobei es meist ein langwieriger und anstrengender Prozess ist, bei dem die ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung jede Beziehung auf eine harte Probe stellen wird. Es dauert Monate, wenn nicht gar Jahre, um Betroffene zu heilen oder zumindest auf den Weg der Besserung zu führen.

Die Betroffenen neigen in der Regel zur Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen, bis hin zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten, sodass ihr Lebensstil schon wegen dieses ausgeprägten Bedürfnisses nach Sicherheit starken Einschränkungen unterworfen ist.

In der Regel schätzt die oder Betroffene den eigenen Selbstwert als so niedrig ein, dass sie bzw. er mit sozialen Kontakten jeglicher Art bricht. Dabei wird auch der Partner oder die eigene Familie nicht verschont, wobei besonders hier die ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung in der Beziehung zum besonderen Problemfall wird, denn auch die Nahestehenden lassen Betroffene nicht mehr an sich heran, d. h., sie isolieren sich und ziehen sich in ihre eigene Welt aus Mauern und Schutzwällen zurück. Hinter diesen Schutzmauern beginnt die oder der Betroffene sich meist völlig dysfunktionalen Gedanken bis hin zur Selbstaufgabe hinzugeben.


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