Myoklonie

Myoklonien sind rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom bei einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen (multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Tourette-Syndrom) vorkommen, die von der Großhirnrinde aber auch anderen Regionen des Gehirns oder dem Rückenmark ausgelöst werden. Häufig sind rumpfnahe Extremitätenabschnitte betroffen, aber auch die Mimik und die Rumpfmuskulatur.

Myoklonien als natürliche Phänomene ohne Krankheitswert sind etwa die Zuckungen beim Einschlafen, wobei es sich vermutlich um einen evolutionären Reflex handelt, der unsere Vorfahren vor einem Sturz aus dem Baum bewahrte, als diese noch dort lebten und schliefen. Bei zahlreichen Primaten lässt sich dieser Reflex als eine Art Schutzfunktion gegen das Abrutschen vom Ast beobachten.



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