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posttraumatisches Wachstum


Unter dem Phänomen des posttraumatischen Wachstums versteht man die Reaktion von Menschen, die schwere Schicksalsschläge wie Krieg und Folter, lebensbedrohliche Erkrankungen oder den Tod des Lebenspartners erlebt haben und an der Erfahrung nicht zerbrochen sondern gewachsen sind, neue Kraft geschöpft oder einen neuen Sinn im Leben entdeckt haben. Dabei zeigt sich das Paradoxon, dass manche Menschen in der Folge zwar verletzlicher aber stärker werden. Viele Betroffene stellen auch fest, dass sie sich nun selbst viel besser als Mensch annehmen können. Widrige Erfahrungen wie Traumata können also zumindest bei einigen Menschen die psychische Widerstandskraft auf lange Sicht eher stärken, was vermutlich eher auf nicht zu dramatische traumatische Ereignisse zutrifft. Eine solche Strategie kann daher auch aktiv zur Löschung von Gedächtnisinhalten führen, allerdings muss man sich aber den damit verbundenen Hinweisreizen, die mit dem Trauma in Verbindung stehen, aktiv aussetzen, denn nur dann können Menschen diese Erinnerungen gezielt abwehren. Traumata können nach Experimenten von Hulbert, Shivde & Anderson (2012) beim Lernen von Assoziationspaaren dazu führen, dass Menschen den Abruf ihrer Gedächtnisinhalte besser steuern lernen.

Siehe dazu Posttraumatic Growth.

Literatur

Hulbert, J. C., Shivde, G., & Anderson, M. C. (2012). Evidence against associative blocking as a cause of cue-independent retrieval-induced forgetting. Experimental Psychology, 59, 11-21.


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