Enuresis

Als Enuresis bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie das altersunangemessene Einnässen, wenn eine rein organische Ursache für dieses Verhalten ausgeschlossen werden kann – z.B. Epilepsie, neurologische Erkrankungen oder eine Fehlbildung der Harnwege. Man unterscheidet das nächtliche Einnässen (Enuresis nocturna) und das Einnässen am Tage (Enuresis diurna).

Prinzipiell nässen Kinder  von Geburt an ohne Unterbrechung ein (primäre Enuresis) oder nässen nach bereits erreichter Blasenkontrolle (sekundäre Enuresis) erneut ein. Bei der primären Enuresis geht man von einer konstitutionellen Entwicklungsverzögerung aus, bei der auch eine genetische Disposition vermutet wird.

Beobachtungen von Kindern mit altersgemäß erworbener Blasenbeherrschung zeigen, dass viele bei heftigem Erschrecken einnässen, ebenso in ängstigenden Situationen, bei übergroßer Freude, in einem aufregenden Spiel, nach einem aufwühlenden Erlebnis oder im Zuge einer Infektionskrankheit, meist in der Nacht vor dem Ausbruch der eigentlichen Symptome.



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