Eusozialität

Eusozialität ist ein Begriff aus der (tierischen) Verhaltenspsychologie und eine Bezeichnung für das soziale Verhalten in Form von Staatenbildung bei Tieren, insbesondere bei Insekten wie Ameisen, Bienen, Wespen und Termiten, seltener bei marinen Garnelenarten oder Nacktmullen. Solche Formen des Zusammenlebens finden sich mehrmals in der Evolution, und sind in dieser Perspektive als unter bestimmten phylogenetischen Bedingungen optimale Anpassungsstrategien zu betrachten.

Für Eusozialität müssen vier Bedingungen erfüllt sein, und zwar die kooperative Brutpflege durch mehrere Tiere, die gemeinsame Nahrungsbeschaffung und auch -verteilung, die Teilung des Verbandes in fruchtbare und unfruchtbare Tiere und das Zusammenleben mehrerer Generationen.

Eusozialität umfasst stets eine strenge Rangordnung, die Aufgaben wie Fortpflanzung, Brutpflege, Bau, Feindabwehr und Führung für einzelne Gruppen von Tieren festschreibt.

Manche Forscher zählen auch den Menschen zu den eusozialen Arten.



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