Melancholie

Definition

Melancholie [griech.], schwermütig-gedrückte Stimmung, meist verbunden mit einer Neigung zum Grübeln, einer Dämpfung der Antriebskraft (häufig auch mit Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Selbstmordneigung); der Begriff M. wird manchmal als Bezeichnung einer psychischen Störung für à Depression verwendet (vgl. Schumann, 1995, S. 294).

Definition

Durch den Symptomenkomplex der Depression gekennzeichnete psychische Verfassung. Begriffsgeschichtlich ist zu unterscheiden zwischen der M. als Krankheitsbild und dem Melancholiker als Typus, neben dem Sanguiniker, Choleriker und Phlegmatiker eines der traditionellen >>vier Temperamente<<; daneben gibt es M. als eine von Schmerzlichkeit, Wehmut, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägte vorübergehende Gemütsstimmung; auf die Außenwelt bezogen als >>melancholische Abendstimmung<< o.ä. (vgl. Hilling, 1996, S. 243).

Definition

„Das gerade Gegenteil der Manie ist die Melancholie. Während der Manische heiter, beweglich, ablenkbar und optimistisch ist, ist der Melancholiker traurig, bewegungsarm, unablenkbar und bis zur tiefsten Verzweiflung Pessimist. Auch bei der Melancholie ist die Grundlosigkeit der Depression das entscheidende Symptom; sie ist entweder überhaupt nicht durch äußere Anlässe ausgelöst oder steht in krassem Mißverhältnis zur Geringfügigkeit der Ereignisse, die als auslösender Anlaß erlebt werden“ (Rohracher, 1965, S. 21).

Definition

Melancholie [gr. Melas schwarz, cholos Galle, Schwarzgalligkeit], ein schon in der antiken Anschauung über die àTemperamente und Körpersäfte (HIPPOKRATES, GALEN) beschriebener Gemütszustand der schwermütigen Verstimmung (vgl. Häcker & Stapf, 1998, S. 529).

Definition

Melancholie [gr.]: 1.) eines der vier Temperamente; 2.) Schwermut, verbunden mit Antriebsarmut, Willens- u. Denkhemmung, oft mit Wahnideen (vgl. Das Große Duden – Lexikon,1966, S. 437).

Verwendete Literatur:

Das Große Duden- Lexikon (1966). Melancholie (S.437). Mannheim: Lexikonverlag.

Häcker, H. & Stapf, K. (1994). Dorsch Psychologisches Wörterbuch. Bern: Verlag Hans-Huber.

Hilling, A. (1996). Schülerduden: Die Psychologie. Mannheim: Dudenverlag.

Rohracher, H. (1965).Kleine Charakterkunde. Wien: Urban & Schwarzenberg.

Schumann, W. (1995). Lexikon der Psychologie. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH.


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