Ontogenese

Als Ontogenese bezeichnet man ganz allgemein die Geschichte der strukturellen Veränderung einer Einheit ohne Verlust ihrer Organisation. In der Biologie ist damit meist die Individualentwicklung gemeint, also die Entwicklung des Lebewesens von der befruchteten Eizelle bis hin zum erwach­senen Lebewesen. Die Ontogenese bezieht sich somit auf die Entwicklungsveränderungen zwischen der Konzeption und dem Tod eines Individuums.

Im Laufe der Ontogenese entwickeln sich beim Embryo Organanlagen, aus denen später Organe entstehen, in denen sich wiederum die Zellen weiter spezialisieren. Die Ontogenese eines vielzelligen Organismus setzt sich zusammen aus der Embryogenese, dem Juvenilstadium, dem Adultstadium und der Seneszenz.
Im heute heftig umstrittenen Biogenetischen Grundgesetz behauptet Ernst Häckel, dass in der Ontogenese Merkmale der Phylogenese (Stammesentwicklung) sichtbar werden.

1. Definition
„die Individual- oder Einzelentwicklung eines Organismus“  (Der große Brock Haus, In einem Band, 6.Auflage).

2. Definition
„Die Entwicklung des Individuums (nach E.Hackl, 1912)“ (Wörterbuch der Psychologie, 1968).

3. Definition
„Die Ontogenese ist die Geschichte des strukturellen Wandels einer Einheit ohne Verlust ihrer Organisation“ (Maturana, 1984, S. 84)

4. Definition
In der Ontogenese verfolgt man die Entwicklung vom noch nicht der Sprache mächtigen Säugling bis zum Kleinkind. (vgl. Hörmann, 1977, S. 1).

5. Definition
„Ontogenese ist die individuelle Entwicklung von Persönlichkeitsmerkmalen“.
(Handwörterbuch Psychologie, 1983, S.113)

Modellvorstellungen für die Erklärung von Entwicklung Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/Entwicklungsmodelle.shtml © [werner stangl]s arbeitsblätter

Modellvorstellungen für die Erklärung von Entwicklung
Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/Entwicklungsmodelle.shtml
© [werner stangl]s arbeitsblätter

Literatur
Der Brock Haus (1994). In einem Band. Mannheim: Brockhaus.
Hehlmann, Wilhelm (1968). Wörterbuch der Psychologie. 4.Auflage. Stuttgart: Kröner Verlag.
Maturana, Humberto R. (1984). Der Baum der Erkenntnis. Fischer Taschenbuch Verlag.
Hörmann, Hans (1977). Psychologie der Sprache. 2.Auflage. Springer Verlag
Asanger, Roland & Wenninger, Gerd (1983). Handwörterbuch Psychologie. Studienausgabe. 4. Auflage. Weinheim: Beltz Verlag




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017