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Schlaflähmung

Eine Schlaflähmung gehört zu den Parasomnien und besteht in einer schlaffen Lähmung (Parese) der gesamten quergestreiften Muskulatur mit Ausnahme der Augen- und Atemmuskulatur. Sie tritt entweder beim Einschlafen (hypnagog) oder beim Erwachen (hypnopomp) auf, dauert maximal wenige Minuten und wird von der Betroffenen als sehr beängstigend erlebt.

Volkstümlich wird eine Schlaflähmung auch Nachtmahr oder Alpdruck – nach neuer Rechtschreibung nun Albdruck – genannt, um dieses beunruhigende Gefühl im Halbschlaf zu beschreiben, bei dem auf dem Schlafenden irgendeine schwere Last, ein Monster, eine Hexe oder eine ähnliche albtraumhafte Gestalt sitzen, die ihn lähmt und regungslos werden lässt.

Eine solche Paralyse hängt mit der REM-Schlafphase zusammen, denn die Lähmung tritt meist dann auf, wenn das Gehirn schon in der REM-Phase ist. Normalerweise durchläuft das Gehirn mehrere Phasen, bevor es in die Phase des aktiven Träumens kommt, doch bei einer Schlaflähmung durchläuft das Gehirn diese Vorstufen nicht, sondern tritt sofort in die REM-Phase ein oder wacht daraus auf. Das Bewusstsein kann sich daher noch nicht orientieren, es ist verwirrt und verharrt in diesem Zwischenstadium.

Die Schlaflähmung ist ein häufiges Symptom bei Narkolepsie; doch tritt sie auch isoliert mit familiärer Häufung auf. Das therapeutische Vorgehen orientiert sich an den Methoden, wie sie auch bei der Narkolepsiebehandlung angewendet werden.

Historisches: Im Mittelalter wurde das Phänomen übrigens Dämonen oder dem Teufel zugeschrieben, denn man war der Ansicht, dass die von Schlaflähmung Betroffenen von lüsternen Wesen aus der Unterwelt heimgesucht werden. Religiöse Gemeinschaften vermuteten dahinter Hexerei oder Zauberei, so dass nicht wenige Betroffene auf dem Scheiterhaufen endeten.



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