Pareidolie

Als Pareidolie versteht man das Phänomen, in völlig abstrakten Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände erkennen zu können. Sie ist eine Variante der Clustering-Illusion, die die menschliche Tendenz beschreibt, zufälligen Mustern, die in ausreichend großen Datenmengen zwangsläufig vorkommen, Bedeutungen und Sinn zuzuschreiben.
Besonders typisch ist das Phänomen, in Mustern Lebewesen und insbesondere Gesichter zu erkennen, etwa in Wolkenformationen, wobei es nicht so einfach ist, das zu vermeiden, denn das menschliche Gehirn ist darauf eingestellt, überall Muster zu erkennen. Pareidolien sind also das Resultat meist unbewusst entstehender Fehldeutungen durch das menschliche Gehirn, denn dieses neigt dazu, diffuse und scheinbar unvollständige Wahrnehmungsbilder und -strukturen zu komplettieren und vertrauten Mustern und Formen anzugleichen. Dabei scheinen die Art und Gestalt der Trugbilder von der Erwartung des Gehirns abzuhängen, wobei besonders häufig menschliche Gesichter wahrgenommen werden. Möglicherweise beruht das auf einer natürlichen Alarmfunktion, die sicherstellen soll, dass der Mensch im Alltag auch sich versteckende Personen und Gesichter ausfindig machen kann. Diese Fähigkeit macht vermutlich das Leben leichter, denn sie vermittelt Sicherheit, alles unter Kontrolle zu haben.

Ein eigenes Beispiel ist etwa der Koala im folgenden Bild der Wand in einer Kellergasse:

Koala Kellergasse
[Quelle: Werner Stangl; http://foto.stangl.eu/]



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017