Gehirn

Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In diesem sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren wie Koordinations- und Assoziationszentren zusammengefasst. Das Gehirn ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Fühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.

Das menschliche Gehirn ist dabei ein extrem verteilt organisiertes System, in dem viele Prozesse parallel laufen, die alle miteinander vernetzt sind und sich selbst ­organisieren. Alles was Menschen tun basiert auf Prozessen im Gehirn, die eine Vorgeschichte haben, d. h., sie legen sich die Welt auf Grund ihrer Erfahrungen und ihres Vorwissen zurecht, was letztlich bedeutet, jeder Mensch konstruiert sich seine Welt.

Anatomisch hat das menschliche Gehirn und auch das der meisten Tiere drei Hauptteile: Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.

Siehe dazu Das menschliche Gehirn.



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:


You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017