Intervallfasten

Das Intervallfasten hilft nicht nur beim Abnehmen, es trainiert auch den Stoffwechsel. Studien zeigen, dass die regelmäßige Unterbrechung der Nahrungsaufnahme die Selbstreinigung der Zellen fördert (Autophagie). Fasten fördert sozusagen die körpereigene Müllabfuhr. Dieser Prozess ist auch Bestandteil der Immunabwehr. Je mehr Autophagie in einem Organismus abläuft, desto gesünder bleibt er. Durch Fastenzeiten geben Sie den Abwehrkräften eine Auszeit, da jede Mahlzeit auch das Immunsystem herausfordert.
Studien haben übrigens gezeigt, dass Intervallfasten eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung vorbeugen kann und bei Krebstherapien womöglich unterstützend wirkt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Intervallfasten zumindest bei Mäusen das Langzeitgedächtnis stärkt. In einem Beobachtungszeitraum von drei Monaten wurden die weiblichen Nagetiere in drei Gruppen eingeteilt: Die eine musste in Intervallen fasten, eine andere bekam kalorienreduziertes Futter, während die dritte normal gefüttert wurde, wobei beide Diätgruppen etwa zehn Prozent weniger Kalorien zugeführt bekamen. Jene Mäuse, die fasten mussten, hatten eine wesentliche Verbesserung ihres Langzeitgedächtnisses erzielt, ein sie konnten die Testaufgabe, bei der sie mehrmals durch ein Labyrinth den Weg finden mussten, weitaus besser bewältigen als die anderen beiden Versuchsgruppen. Allerdings verfolgten die Mäuse aber weder die klassische 16:8- noch die 5:2-Methode des Intervallfastens, sondern man ließ die Türe jeden zweiten Tag mit einer reduzierten Kalorienzufuhr fasten, wobei dadurch die Gene zur Produktion des lebensverlängernden Proteins Klotho häufiger aktiviert und gebildet wurden. Klotho ist ein Proteohormon, das bei Mäusen das Leben um zirka 20 bis 30 Prozent verlängern kann, das aber auch eine Rolle bei der Produktion von neuen Nervenzellen im Hippocampus spielt, was einen Einfluss auf die Gedächtnisbildung von Erwachsenen hat. Offenbar ist Intervallfasten ein wirksames Mittel zur Verbesserung des Langzeitgedächtnisses.