Zum Inhalt springen

Propriozeption bezeichnet in der Psychologie die Eigenempfindung von Körperlage und -bewegung im Raum bzw. auch der Lage und Stellung der einzelnen Körperteile zueinander. Sie steht im Gegensatz zur Wahrnehmung der Außenwelt, die als Exterozeption bezeichnet wird.

Propriozeption ist somit der wissenschaftliche Ausdruck für Tiefensensibilität, also eine komplexe Sinneswahrnehmung, mit der der Körper das Gehirn über die Position bzw. den Aktivitätszustand der Gelenke, Muskeln und Sehnen informiert. Dabei spiegeln sich die alltäglichen Bewegungsabläufe in in einer Art 3-D-Landkarte im Gehirn wider, die meist als Routinen abgearbeitet werden. Routinen bedeuten auch, dass andere Bereiche auf der Landkarte des Gehirns und in den ausgeführten Bewegungen mit der Zeit vernachlässigt werden, d. h., diese Landkarte hat blinde Flecken und es gibt unvollständige Rückmeldungen ans Gehirn. Leistungssportler trainieren übrigens mit Unterstützung der Trainingsform Neuroathletik bzw. neurozentrierter Körperarbeit zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Sport, wobei sich diese nicht nur auf Muskeln, Gelenke, und physiologische Prozesse begrenzt, sondern das Gehirn und das Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung mit einbezieht.

Allerdings ist die wissenschaftliche Befundlage zur Neuroathletik noch gering.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.