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Toleranz

    Toleranz ist vor allem die Erkenntnis,
    dass es keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
    Helmut Qualtinger

    Toleranz ist der Verdacht,
    dass der andere recht hat.
    Kurt Tucholsky

    Toleranz – Duldsamkeit – ist im allgemenen Wortsinn ein Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die über den eigentlichen Begriff hinausgeht. Der Gegenbegriff ist die Intoleranz in der Bedeutung Unduldsamkeit.

    Der Begriff der Toleranz findet sich ohne einheitliche Bedeutung in der Rechtslehre, der politischen Theorie, der Soziologie und der Ethik, meist im Zusammenhang mit dem Umgang und der Regelung von Konflikten in sozialen Systemen.

    Ohne ein fest definierter Begriff in der wissenschaftlichen Psychologie zu sei, bezeichnet man mit Toleranz eine soziale Einstellung btw. einen kognitiven Stil, der in einem Diskurs Meinungen und Sichtweisen anderer Menschen, die von den eigenen abweichen, toleriert siehe dazu auch Vorurteile und autoritäre Persönlichkeit.

    Toleranz bezeichnet in Suchtpsychologie die abnehmende Wirkung, wenn dieselbe Dosis einer Droge regelmäßig eingenommen nicht mehr genügt, sondern eine immer größere Dosen aufgenommen werden muss, bis die Wirkung der Droge eintritt.

    Toleranz bedeutet in der Medizin eine begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber meist schädlichen äußeren Einwirkungen, etwa gegenüber Giftstoffen oder Strahlungen.

    Selbstvergebung fällt schwer

    Obgleich Menschen dazu tendieren, Toleranz gegenüber anderen aufzubringen, fällt es ihnen häufig schwer, eigene Fehler zu verzeihen. Die Ursachen hierfür sind in der Sozialisation sowie in der vorherrschenden Leistungsgesellschaft zu finden, in der das Akzeptieren von Fehlern nicht vorgesehen ist. Das Streben nach Perfektion und die daraus resultierende Selbstkritik können zu einer Spirale der Selbstvorwürfe führen, welche das Selbstbild und die Lebensfreude beeinträchtigen. Um dieser negativen Spirale zu entkommen, ist es essenziell, Selbstvergebung zu praktizieren und Fehler als unvermeidbar zu akzeptieren. Die Fähigkeit zur Selbstvergebung korreliert mit einer höheren Resilienz gegenüber Stress. Um einer Negativspirale zu entkommen, ist es unerlässlich, den Frust anzuerkennen, wobei ein bewusster Wechsel der Perspektive vonnöten ist. Als hilfreich erweist sich die Reflexion der Frage, wie man sich in derselben Situation gegenüber einem guten Freund äußern würde. Ferner kann ein Fehler positive Aspekte beinhalten, die es ermöglichen, für die Zukunft zu lernen. Darüber hinaus empfiehlt ein Psychotherapeut, die Selbstachtung durch ein tägliches Ritual des Eigenlobs zu stärken. Dies kann durch positive Rückmeldungen von Freunden unterstützt werden. Selbstachtung und Selbstliebe stellen demnach grundlegende Elemente für ein glückliches und souveränes Leben dar (Stangl, 2021).

    Literatur

    Stangl, W. (2021, 25. Juni). Selbstvergebung fällt schwer. Stangl notiert ….
    https:// notiert.stangl-taller.at/populaerwissenschaftliches/selbstvergebung-faellt-schwer/.


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