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Als Eustress (griech.: eu = gut) bezeichnet man nach Selye (1976) belastende Reize, die als angenehm empfunden werden (= positiver Stress), z. B. Herausforderung bei einem Spiel oder bei einer riskanten Unternehmung wie Bungiejumping oder Fallschirmspringen. Besitzt man die Fähigkeiten und Fertigkeiten, den stressenden  Anforderungen gerecht zu werden sowie die Möglichkeit, die freiwerdenden körperlichen Energien auch auszuleben, hat man es mit positivem Stress zu tun. Dann kann Stress sogar das Selbstvertrauen und Wohlbefinden steigern, was in Fitness oder Vitalität resultiert.

Positiver Stress (Eustress) hilft also Menschen, Situationen erfolgreich zu meistern, auch wenn er körperlich eine ähnliche Stressreaktion hervorruft wie Dauerstress. Der Unterschied ist aber, dass diese Form von Stress nur sehr kurz anhält, während der Dauerstress oft über mehrere Monate bestehen bleibt. Hilfreich um einen solchen Stress zu reduzieren, kann es sdaher ein, Situationen nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderungen wahrzunehmen und die innere Haltung zu verändern. Studien zeigen, dass sich negativer Stress durch adaptive Reaktion und kognitive Neubewertung in positiven Stress verwandeln kann, denn die individuelle Einstellung und der Blickwinkel auf eine Situation bestimmen maßgeblich mit, wie sehr Menschen sich von alltäglichen Dingen stressen lassen. In vielen Fällen von Stress hilft ohnehin nur Akzeptanz, denn manche Dinge, die man nicht ändern kann, muss man einfach hinnehmen.

In Abweichung von Selye, der noch zwischen positivem Eustress und negativem Distress unterschied, betrachtet man heute Stress meist als negativen, unangenehm empfundenen Spannungszustand, dessen Folgen allerdings positiver Art sein können, etwa die Erhöhung der Handlungskompetenz bei Bewältigung der Stresssituation oder Erweiterung der Frustrationstoleranz eines Individuums.



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