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Früherziehung, frühkindliche Erziehung oder vorschulische Erziehung umfasst im Unterschied zur Kindergartenpädagogik auch die Früh- oder Kleinkinderziehung. Unter frühkindlicher Erziehung versteht man daher die Bildung und Förderung, die ein Kind bis zu seinem sechsten Lebensjahr bzw. seinem Schuleintritt genießt. Im Rahmen der Früherziehung können Kinder Kontakte mit Gleichaltrigen knüpfen und erste soziale Kompetenzen erwerben. Außerdem bietet sie Eltern die Möglichkeit, wieder in ihren Beruf zurückzukehren.

Eine große Rolle spielen im Kleinkindalter die Eltern-Kind-Spielgruppen, wobei immer mehr Kinder im Alter bis zu drei Jahren regelmäßig außerhalb der Familie durch Tagesmütter oder in Krippen bzw. Kindertagesstätten betreut werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei guten institutionellen Bedingungen eine nicht länger als halbtags dauernde Fremdbetreuung sogar entwicklungsfördernd sein kann.

Im Rahmen der frühkindlichen Erziehung erfolgt in der Regel eine Kombination von Betreuung, Bildung und Erziehung, wobei dabei vor allem vier Bereiche berücksichtigt werden, die besonders wichtig für die Entwicklung eines Kindes sind und so die Qualität eines Angebots bestimmen: Sprache und Kommunikation, emotionale und soziale Beziehungen, Bewegung und Spielen, Gestalten und Experimentieren. Dadurch lernen die Kinder die Welt in ihrer Umgebung kennen, sie lernen mit ihr zu interagieren, gesunde Bindungen zu den Menschen in ihrer Umgebung aufzubauen und zu pflegen und bekommen ein Bewusstsein für den eigenen Körper und eine Orientierung im Raum. Wichtig ist dabei, dass Kinder immer ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend gefördert werden.

Literatur

Nickel, H. (Hrsg.) (1985). Sozialisation im Vorschulalter. Göttingen: Hogrefe.
https://www.bildungsxperten.net/wissen/warum-ist-fruehkindliche-erziehung-so-wichtig/ (11-02-01)
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/vorschulische-erziehung/16513 (18-11-03)



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