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Als Cocooning bezeichnet man die Tendenz von Menschen, sich vermehrt aus der Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen. Cocooning kann unter Umständen den Rückzug aus einer bedrohlich wirkenden oder komplexen Umwelt in das eigene Zuhause bedeuten. Menschen ziehen sich in die eigenen vier Wände zurück, wobei sich dieses Verhalten besonders gut in Krisenzeiten beobachten lässt, wobei der Begriff „Cocooning“ seinen Ursprung in den achtziger Jahren während des Kalten Krieges hat.

Der Rückzug in das Private, in das was man kennt, in die Komfortzone und in das Vertraute, kann manchen Menschen helfen, mit einer immer komplizierter werdenden Welt fertig zu werden, schützt allerdings letztlich nicht vor der Auseinandersetzung mit einer veränderten Welt und neuen Werten, denn Cocooning zögert die Auseinandersetzung nur hinaus, weil es dabei für einige Zeit gelingen kann, mögliche Konflikte einmal zu vermeiden. Mit der COVID-19-Pandemie erlebt der Cocooning-Trend ein Comeback in Form eines CorCooning, also Cocooning in Zeiten von Corona.

Es handelt sich bei diesem Kunstwort natürlich nicht um einen psychologischen Fachterminus, vielmehr ist es ein Modebegriff für ein vor allem von Trendforschern beobachtetem Verhalten von Menschen in bestimmten krisenhaften Situationen.

Abgeleitet ist der Begriff aus der Verpuppung von Raupen.



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