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Ersatzbildung, auch Surrogat, ist in der Psychoanalyse Freuds die Bezeichnung für die symbolische Verschiebung und Verdichtung entsprechender Kompromissbildungen bzw. Reaktionsbildungen, um stellvertretend für die adäquate Befriedigung eine Spannungsminderung durch ein Ersatzobjekt zu erreichen, etwa in Form einer Regression.

Explizit werden als Ersatzbildung Krankheitssymptome oder Verhaltensaspekte bezeichnet, die aus einem Konflikt hervorgegangen sind, nachdem das Subjekt das ursprüngliches Interesse, etwa den sexuellen Verkehr mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil nicht realisieren durfte. Dabei tritt an die Stelle des verdrängten weil ja verbotenen Symbolanteils im Bewusstsein ein andere erlaubtes Symptom, etwa der zwanghafte Konsum von pornographischen Publikationen, um so von der Perspektive der psychischen Ökonomie zu einer Erfüllung des verdrängten Wunsches zu kommen.



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