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Drei Dinge treiben den Menschen zum Wahnsinn:
Die Liebe, die Eifersucht und das Studium der Börsenkurse.
John Maynard Keynes

Als Wahnsinn wurden bis etwa zum Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte Verhaltens- oder Denkmuster bezeichnet, die nicht der akzeptierten sozialen Norm entsprachen. Unterstellt wurde dabei stets ein dieser Norm konformes Ziel, wobei meist bestimmte gesellschaftliche Konventionen definierten, was unter Wahnsinn zu verstehen ist.

Der Begriff wurde lange Zeit auch in der Psychologie für psychische Störungen verwendet, bei denen ein Mensch bei vergleichsweise normaler Verstandesfunktion an krankhaften Einbildungen (Wahn) litt, bis hin zur Kennzeichnung völlig bizarrer und (selbst-)zerstörerischer Handlungen. Auch Krankheitssymptome wurden zeitweilig als Wahnsinn bezeichnet, etwa jene der Epilepsie oder eines Schädel-Hirn-Traumas.

Nachdem der Begriff Wahnsinn im 19. Jahrhundert durch den Begriff der Geisteskrankheit ersetzt wurde, der sich von der Vorstellung ableitete, dass dem Menschen ein Geist, beziehungsweise eine Seele innewohnt und diese erkrankt sein könne, wandelte sich der Begriff im 20. Jahrhundert erneut.

Wahnsinn ist demnach nur ein veralteter Begriff für psychotische Störungen, der heute nur noch im medizinisch-juristischen Sinn zur Bestimmung der Schuldfähigkeit gebraucht wird, d. h., ein Täter oder eine Täterin kann für seine bzw. ihre Handlungen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, da er bzw. sie nicht verantwortlich ist bzw. ihm bzw. ihr die Konsequenzen des Tuns nicht bewusst sind.

Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Wahnsinn (12-11-21)
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/wahnsinn/16591 (12-11-21)



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