Situationsmodelle bzw. mentale Modelle geben an, welche kognitiven Prozesse nötig sind, um eine konkrete Aufgabe zu bewältigen. Situationsmodelle sind in den vielen Fällen die Summe all jener Umstände, die in einer Situation enthalten sind, die ihren Schwerpunkt definieren und die psychische Realität der Anwesenden beeinflussen. Mit diesem Wissen kann es erst gelingen, etwa Gespräche, Besprechungen und Zusammenkünfte situationslogisch und systemgerecht zu handhaben.

Zur Bestimmung eines Situationsmodells gehört vor allem die Wahrnehmung und Erkundung einer Situation, aber auch das Durchspielen verschiedener Handlungsmöglichkeiten – meist in Gedanken -, schließlich die Ausführung einer Handlung sowie das Erinnern an ähnliche Konstellationen und das Lernen aus Erfolgen und Misserfolgen.

Situationsmodelle sollen etwa in der Robotik helfen, zu verstehen, wie Wahrnehmung, Gedächtnis und Handeln verknüpft sind und welche Prozesse es intelligenten Wesen ermöglicht, ihre Handlungen an die Situation angepasst zu planen.

Beispiele: Menschen benötigen solche mentalen Modelle, um sich auf Veränderungen in ihrer Umwelt einzustellen, denn steht etwa die Kaffeetasse nicht richtig unter der Kaffeemaschine, muss man sie zurechtrücken, ist über Nacht Schnee gefallen,  muss man mit einem Besen das Automobil abkehren, sind keine Kartoffeln mehr vorrätig, muss man z. B. Nudeln kochen. Auch Tiere müssen für ihren Lebensbereich Situationsmodelle entwickeln, um sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden.

Literatur

Stangl, Benjamin (2019). Wie Roboter natürliche Kognition erreichen können – roboter.
WWW: https://roboter.stangl.wien/wie-roboter-natuerliche-kognition-erreichen-koennen/ (19-08-27).


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