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Chunking

    Chunking ist ein kognitiver Prozess, bei dem Informationen in kleinere, leichter zu merkende Einheiten zerlegt werden. Durch die Bündelung von Informationen kann das Gedächtnis Wissen leichter verarbeiten und behalten. Versucht man zum Beispiel, sich die Zahl 23451611 als Ganzes zu merken, gerät man leicht ins Stolpern, aber wenn man die Zahl in kleinere Gruppen (Chunks) aufteilt, wie zum Beispiel 23, 45, 16 und 11, kann man sich die Information leichter merken, denn anstatt sich neun einzelne Ziffern merken zu müssen, genügt es, sich nur vier Gruppen zu merken, was das Gedächtnis deutlich entlastet. Im Alltag wird Chunking häufig verwendet, um sich Telefonnummern, Adressen oder Kreditkartennummern zu merken, wobei Menschen durch Chunking nicht nur ihr Gedächtnis entlasten, sondern auch ihr Erinnerungsvermögen verbessern und somit ihre kognitive Effizienz steigern.

    Chunking bezeichnet das Organisieren einzelner Items in der Reizverarbeitung in handhabbare und/oder vertraute Einheiten (chunks), was meist automatisch geschieht.

    Chunking wird im Managementbereich auch als Organisationsmethode verstanden, die alltägliche Informationsflut, die per Mail, Internet und Handy auf Menschen hereinprasselt, diese Informatiomen rasch zu verarbeiten bzw. zu scannen, um in kurzer Zeit ihren Sinn zu verstehen und sie optimal zu verwerten. Da das Gehirn in der Lage ist, in der Minute bis zu 800 Wörter zu erfassen, unterrichtet man in Chunking-Seminaren, Texte in Sinnblöcken zu lesen, d. h., ein Satz wird nicht linear verfolgt, sondern auf seine zentralen Kernwörter und -aussagen wie Verben und Substantive geprüft. Beim Chunking erfassen die Augen jedoch nicht nur die zentralen Wörter des Textes, sondern auch ihre Peripherie, so dass auch der sinngemäße und emotionale Textzusammenhang vom Gehirn registriert werden kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Chunking unter günstigen Umständen auch die Konzentration erhöht und sich Ermüdungserscheinungen beim Lesen nicht so schnell einstellen.


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