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WOOP-Konzept

    Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach Hindernissen – vielleicht ist keines da.
    Franz Kafka

    Hindernisse sind diese furchterregenden Sachen, die du dann siehst, wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst.
    Henry Ford

    Da nach Gabriele Oettingen die Gleichung „positives Denken = Erfolg“ oft nicht aufgeht, entwickelte sie ein neues Konzept zur Selbst-Motivation: das Konzept „WOOP“, eine „praktische, mentale Strategie, die Menschen einsetzen können, um ihre Wünsche zu identifizieren und zu erfüllen und um Gewohnheiten gezielt zu verändern. In der wissenschaftlichen Literatur ist WOOP unter der Bezeichnung „Mentales Kontrastieren mit Wenn-Dann-Plänen“ (Mental Contrasting with Implementation Intentions, MCII) bekannt.

    WOOP steht dabei für vier Schritte:

    1. Schritt: W –  „wish“ – Wunsch
    Was ist Ihr wichtigster Wunsch, oder Ihr wichtigstes Anliegen? Wählen Sie einen Wunsch, der herausfordernd ist, den Sie sich aber erfüllen können.

    2. Schritt: O – „outcome“ – Ergebnis
    Als nächstes kommt das erste O, es steht für das englische Wort „outcome“, also Ergebnis. Was wäre das Allerbeste, wenn Sie sich Ihren Wunsch erfüllen würden? Wie würden Sie sich fühlen? Nehmen Sie sich Zeit, und stellen Sie sich das Schönste vor. Malen Sie es sich lebhaft aus.

    3. Schritt: O – „obstacle“ – Hindernis
    Das zweite O steht für „obstacle“, Hindernis. Was ist es, das Sie davon abhält, sich Ihren Wunsch zu erfüllen? Was ist das wichtigste innere Hindernis, das Ihnen im Weg steht? Nehmen Sie sich wieder Zeit und stellen Sie sich Ihr inneres Hindernis vor, malen Sie es lebhaft aus.

    4. Schritt: P – „plan“ – Plan
    Nachdem Sie ihr Hindernis imaginiert haben, machen Sie einen Plan. Was können Sie tun, um Ihr Hindernis zu überwinden? Nennen Sie eine Handlung, die Sie tun können, oder einen Gedanken, den Sie sich sagen können, um Ihr Hindernis zu überwinden. Stellen Sie nun den Wenn-dann-Plan auf: „Wenn das Hindernis X auftaucht, werde ich Y machen.“ Wiederholen Sie diesen Plan in Gedanken.

    Literatur

    Oettingen, G., Mayer, D. & Portnow, S. (2016). Pleasure Now, Pain Later: Positive Fantasies About the Future Predict Symptoms of Depression. Psychological Science, 27, 345-353.
    Stangl, W. (2020). Stichwort: ‚positives Denken‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
    WWW: https://lexikon.stangl.eu/15959/positives-denken/ (2020-12-30)
    Stangl, W. (2020). positiven Psychologie – Positives Denken – eine Kritik. [werner stangl]s arbeitsblätter.
    WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MOTIVATION/Positives-Denken.shtml (2020-12-30).


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